Besucherbergwerk F60 Lichterfeld © Andreas Stirn
Dass 1989/90 auch eine ökologische Wende mit sich brachte, wird vielfach übersehen. Dabei war der Kampf gegen die umweltzerstörende Wirtschafts- und Energiepolitik der Staats- und Parteiführung eine der wesentlichen Antriebskräfte für die Bürgerrechtler und Demonstranten des Herbstes 1989. Ganz im Geiste der Friedensbewegung, die auch eine Umweltbewegung gewesen war, sprach Abrüstungs- und Verteidigungsminister Rainer Eppelmann im Sommer 1990 von einer "Wirtschafts-, Währungs-, Sozial- und Ökologieunion", die beide Teile Deutschlands zusammenführen sollte. Tatsächlich entstanden nach 1990 im Osten blühende Landschaften – wenn auch nicht in der von Helmut Kohl gemeinten Bedeutung. mehr
Die Friedliche Revolution ist undenkbar ohne die Bürgerrechtler. Trotz ihrer Bedeutung für den Umbruch von 1989/90 zogen sich viele der damaligen Protagonisten wieder aus der großen Politik zurück. Hans-Jürgen Fischbeck war einer von ihnen. Seinen Mut zur Einmischung, mit dem er einst dem DDR-Regime widerstand, hat er bis heute behalten - Portrait eines Demokraten. mehr
Der Umbau der sozialistischen Planwirtschaft kann, so die im Jahr 1990 in Ost wie West weitgehend geteilte Überzeugung, kaum vom altgedienten Personal der Planungsbürokratie oder den Betriebsleitungen der Kombinate ausgehen. Über eine Million Altbundesbürger finden so nach und nach den Weg in den "Wilden Osten" – ein spannendes, obgleich nicht immer einfaches Kapitel der Wiedervereinigung: Die Sozialwissenschaftler nennen sie "Transfereliten", vielen Ostdeutschen hingegen erschienen sie schon bald als die Inkarnation des "Besserwessis". mehr
"Visafrei bis Hawaii" schallte es im Herbst 1989 auf den Straßen der DDR. Im Sommer 1990 ernteten viele DDR-Bürger die Früchte ihres Mutes und gönnten sich einen ersten West-Urlaub. Meist ging es nicht in die Karibik, sondern erst einmal in die Lüneburger Heide oder in die bayerischen Alpen. Mutige fuhren mit dem Reisebus bis Paris oder London. mehr
Die Region entlang der deutsch-polnischen Grenze ist geprägt durch die historische Entwicklung der vergangenen Jahrhunderte – insbesondere durch die Jahrzehnte seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele der dort lebenden Menschen haben oder wollen die Region angesichts mangelnder Arbeitsmöglichkeiten verlassen. Die natürlich erhaltene Landschaftsstruktur lädt hingegen zu einen Besuch ein – ein Bericht über den Oder-Neiße-Fahrradweg stromabwärts. mehr
Im Juni 1990 läuft in Ostberlin und Bonn die hektische Suche nach einem neuen Chef für die Treuhandanstalt. Die Stellenbeschreibung für den künftigen Präsidenten ist nach dem Treuhand-Gesetz eindeutig: Die Privatisierung einer ganzen Volkswirtschaft. Nach einigem Hin und Her wird Bundesbahnchef Reiner Maria Gohlke zum ersten Präsidenten der Treuhandanstalt bestellt. Gohlke reist nach Ostberlin – und ist von den Dimensionen seiner künftigen Aufgabe überrascht. mehr
Auch am Fußball gingen Mauerfall und die Wiedervereinigung nicht spurlos vorbei. Jens Kirschneck, Autor des Fußballmagazins 11 FREUNDE, erzählt in drei Teilen von den letzten beiden Jahren der DDR-Oberliga und dem Ausverkauf der Stars. mehr
Auch am Fußball gingen Mauerfall und die Wiedervereinigung nicht spurlos vorbei. Jens Kirschneck, Autor des Fußballmagazins 11 FREUNDE, erzählt in drei Teilen von den letzten beiden Jahren der DDR-Oberliga und dem Ausverkauf der Stars. mehr
Auch am Fußball gingen Mauerfall und die Wiedervereinigung nicht spurlos vorbei. Jens Kirschneck, Autor des Fußballmagazins 11 FREUNDE, erzählt in drei Teilen von den letzten beiden Jahren der DDR-Oberliga und dem Ausverkauf der Stars. mehr
"Völlig unwählbar!" lautet das Verdikt, mit dem die Linkspartei zurzeit gegen die Kandidatur von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten Sturm läuft. In seltenem politischem Eifer hat sie eine riesige Anti-Gauck-Kampagne ins Leben gerufen. Ihre Spitzenpolitiker geben derzeit ein Anti-Gauck-Interview nach dem anderen, die Basis läuft mit Anti-Gauck-Buttons herum und lässt sich Anti-Gauck-Bücher signieren. Alles muss offenbar getan werden, um die Wahl dieses furchtbaren Menschen in das höchste Staatsamt zu vermeiden. Die Partei wiederholt es dieser Tage immer wieder: Völlig unwählbar ist dieser indiskutable Kandidat, völlig unwählbar! – Nun gut, die Nachricht ist angekommen: Völlig unwählbar also! Aber wieso eigentlich? mehr
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