Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Oktober 1989 - das politische System der DDR gerät ins Wanken. Die Bevölkerung demonstriert auf den Straßen. Selbst hinter den Gefängnismauern revoltieren die Häftlinge. Sie fordern bessere Haftbedingungen und eine Überprüfung ihrer Urteile. Dafür treten sie sogar in Arbeits- und Hungerstreik. Es bilden sich Gefangenenräte und erstmals gelangen sogar Journalisten bei Pressekonferenzen in die bis dahin hermetisch abgeschirmten Haftanstalten.
Umweltkatastrophe, wirtschaftlicher Bankrott, gesellschaftlicher Stillstand, Glasnost und Perestroika. Das Ende der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa hatte viele Facetten. Die von der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltete wissenschaftliche Tagung nahm eine Vielzahl von Aspekten in den Blick, die insbesondere für das Revolutionsjahr 1989 in der DDR von großer Bedeutung waren.
Die Ausstellung "Die Rückkehr der Demokratie-Die demokratischen Revolutionen in Ostmitteleuropa 1989-91" der Stiftung Ettersberg zeichnete anhand zahlreicher Fotos und Dokumente die Geschichte der demokratischen Umbrüche in Polen, Ungarn, der DDR, der Tschechoslowakei, Rumänien, Litauen, Lettland und Estland nach und bettete die demokratischen Revolutionen 1989-91 in die Gesamtgeschichte des Aufstiegs und Falls der kommunistischen Herrschaft in Europa ein.
Jede Darstellung der Friedlichen Revolution hat ihren heimlichen Helden. Bei dem einen ist es die Kirche, bei dem anderen sind es die Bürgerrechtler, bei dem nächsten die Flüchtlinge, Gorbatschow oder sogar Helmut Kohl. Das durchweg Sympathische an Michael Richters Buch über die Revolution ist der Held: das Volk.
Wie ist die Stimmung in Sachsen 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung? Neben den wieder gewonnenen demokratischen Freiheiten zählt vor allem die individuelle ökonomische Situation jeder Bürgerin und jedes Bürgers. Seit der Wiedervereinigung sind in Sachsen viele neue Unternehmen entstanden, im Bereich der Bildung hat sich viel getan. Dennoch kritisieren viele Bürger immer noch den Mangel an Arbeitsplätzen im sächsischen Freistaat – RevolutionundEinheit sprach mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich anlässlich des Einheitsjubiläums auf dem Bürgerfest in Dresden.
Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Herbst 1989, an das Jahr zwischen Revolution und Wiedervereinigung. Ein Jahr, das Weltgeschichte schrieb und in dem Privates politisch wurde. Wie haben die Macher von Revolution und Einheit dieses Jahr erlebt? Ein ganz persönlicher Revolutionsrückblick von Kaja Wesner.
In keiner anderen Stadt verliefen die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Staatsmacht so gewaltsam wie in Dresden. Das Militär kam zum Einsatz, Munition wurde ausgeteilt, 30 Schuss für jedes Maschinengewehr. Herbert Wagner erinnert im Gespräch an die angespannte Situation Anfang Oktober 1989 in Dresden.
Die großen Linien, die entscheidenden Wendepunkte auf dem Weg zur deutschen Einheit. Was war die deutsche Frage und wie wurde sie 1989/90 beantwortet? Der Historiker Heinrich August Winkler ordnet die Friedliche Revolution in den Kontext des 20. Jahrhunderts ein. Der zweite Teil des Gesprächs mit Heinrich August Winkler.