Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Während im Juni 1953 sowjetische Panzer den Volksaufstand in der DDR für Freiheit und Demokratie blutig niederschlugen, errang die friedliche Revolution vor 20 Jahren eben diese Freiheit und Demokratie. Die Veranstaltung nahm diesen Jahrestag zum Anlass, um über Begriffe der Diktaturforschung zu diskutieren. Totalitarismus, politische Religionen, moderne Diktaturen, autoritäre bzw. totalitäre Regime, Nationalsozialismus, Faschismus, Stalinismus.
Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einem Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutieren Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journalistenduo hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und zieht nun Bilanz. Kreuzweise nehmen sie die Deutschen in den Blick, schauen auf Klischees und Vorurteile und debattieren Wahres und Unwahres über "Ossis" und "Wessis".
Die Deutschen in Ost und West blicken auf 20 Jahre Einheit zurück. Doch was denken sie übereinander? Sprechen sie wirklich die gleiche Sprache? Die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt zu einem Podiumsgespräch über diese und andere Fragen des alltäglichen Umgangs der Deutschen miteinander ein. Es diskutieren Angela Elis und Michael Jürgs. Das Ost-West-Journalistenduo hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben und zieht nun Bilanz. Kreuzweise nehmen sie die Deutschen in den Blick, schauen auf Klischees und Vorurteile und debattieren Wahres und Unwahres über "Ossis" und "Wessis".
Podiumsgespräch Teil 1 (28:34min)
Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimarer Republik und das Dritte Reich zusammen – und war also ein rätselhaft stabiler Staat, dessen Bestand, und nicht nur Kollaps, dringend einer Erklärung bedarf.
Die Mauer spielte als Sujet oder Thema in der Kunst der DDR außer bei einigen wenigen oppositionellen Künstlern (A. R. Penck, R. Loewig u. a.) keine Rolle, in der Kunst der BRD von Ausnahmen (wie W. Vostell) abgesehen erst nach Mitte der 70er Jahre. Es waren wenige, aber hoch geschätzte Künstler wie Christo, R. Fetting, K. H. Hödicke, J. Immendorf u. a., die sich nun des Themas annahmen. Auch vom Fall der Mauer 1989 ließen sich nur wenige Künstler (Christo, Fetting, Hödicke, Loewig, Vostell u. a.) inspirieren.
Wie arbeitete das Ministerium für Staatssicherheit, wie war es organisiert? Welche Auswirkungen hatten die Tätigkeiten der SED-Geheimpolizei auf die Betroffenen DDR-Bürger? Die Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes macht vom 12. August bis zum 1. September 2010 Halt in Hildesheim und wirft einen genauen Blick auf Arbeit und Methoden der Stasi.
Die vom Bundestag verabschiedete Erklärung zur "Unantastbarkeit" der Oder-Neiße-Grenze leitete das Ende einer innen- und außenpolitische Debatte ein, in deren Folge die Frage etwaiger polnischer Reparationsforderungen, deutscher Minderheitenrechte und der existierenden Grenzziehung in eine gesetzliche Regelung gegossen werden sollte. Der nach zweistündiger Bundestagsdebatte wiederholte "Verzicht auf Gebietsansprüche jetzt und in Zukunft" sollte nicht nur auf die europäischen Nachbarn beruhigend wirken, sondern ebenso die Wahlchancen des konservativen Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" gegenüber der favorisierten Ost-SPD erhöhen.
Der strittigste Punkt in der Deutschen Frage im Mai 1990 ist die Frage der Bündniszugehörigkeit des vereinten Deutschlands. Noch am 25. Mai erklärt der sowjetische Außenminister Schewardnadse in der Welt am Sonntag, die Sowjetunion sei gegen eine gesamtdeutsche NATO-Mitgliedschaft. Genau das ist jedoch die Position der westlichen Alliierten, insbesondere die von George Bush. Für den amerikanischen Präsidenten ist die deutsche Einheit erstrebenswert, aber nur dann, wenn das vereinte Deutschland zur NATO gehöre. Die Fronten scheinen damit im Mai 1990 verhärtet. Doch am 31. Mai 1990 treffen Bush und Gorbatschow in Washington zusammen. Überraschend gelingt ein Durchbruch in der strittigen Bündnisfrage.
Wie stand die DDR-Opposition zur deutschen Frage? Welche Rolle spielte die Ausreisewelle? Und was dachte der Westen?
Ehrhart Neubert, Wolfgang Templin und Hans-Dietrich Genscher nehmen Stellung.
China ist das Negativ der Friedlichen Revolution. Wochenlang hatten im April und Mai Millionen Menschen in China für Reformen und Freiheit demonstriert. In der Nacht zum 4. Juni kämpften sich Soldaten zum Platz des Himmlischen Friedens vor, schossen in die Menge und überrollten mit Panzern die Freiheitsbewegung - ein Verbrechen, das als "chinesische Lösung" auch auf den Herbst 1989 rückwirkte.