Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
„Als „Land meiner Kindheit und Jugend, als Land, das mich den Widerspruch zwischen Schein und Sein gelehrt hat, als Land absurder öffentlicher Statements und Reden“ beschreibt Roland Quester die DDR im Vorfeld des 21. Montagsgespräches. Die beiden Moderatoren Reinhard Bohse und Tobias Hollitzer begrüßten wieder einen Gast, der sich an der Friedlichen Revolution beteiligt. Die Ausführungen des Gastes betrafen wie immer nicht vordergründig die politischen Ereignisse sondern die Biografie des Gastes.
Zu Anfang stellte Tobias Hollitzers die obligatorische Frage, wann er den Ausruf „Wir sind das Volk“ zum ersten Mal vernommen habe. Quester wusste nicht mehr das genaue Datum, doch war er sich bewusst, den Ruf zum ersten am Nikolaikirchhof bei einer Montagsdemonstration als Gegenruf zu „Wir wollen raus!“ gehört zu haben.
"Wir wollen freie, selbstbewußte Menschen, die doch gemeinschaftsbewußt handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen."
(Aus dem Gründungsaufruf des Neuen Forums, September 1989)
Bärbel Bohley ist tot. Sie war das prägende Gesicht und die Stimme des Aufbruchs zur friedlichen Revolution in der DDR 1989.
Aller guten Dinge sind drei. Im Wintersemester 1999/2000 hatte an der Technischen Universität Chemnitz eine Ringvorlesung stattgefunden, auf der 14 bekannte Bürgerrechtler – von außerhalb Sachsens – zu Wort gekommen waren, um eine pointierte Bilanz zu ziehen – zehn Jahre nach der friedlichen Revolution und nach der deutschen Einheit: Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Vera Lengsfeld, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Ehrhart Neubert, Freya Klier, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer, Joachim Gauck. Die Veröffentlichung der Vorträge mitsamt einer zeitgeschichtlichen Einordnung und der biografischen Porträts fand große Resonanz.
Aus Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls erarbeiteten Lea Rosh, Renate Kreibich-Fischer und Clemens Bechtel, das preisgekrönte Team von "Staats-Sicherheiten", erneut einen dokumentarischen Theaterabend für das Hans-Otto-Theater. Die Mitwirkenden sind prominente und weniger prominente Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler, die sich vor der friedlichen Revolution in verschiedenen Gruppen und Bereichen der Opposition zur SED-Regierung engagierten, darunter Wolfgang Templin, Ulrike Poppe und Ralf Hirsch, die sich unter anderem in Berlin in der „Initiative für Frieden und Menschenrechte“ engagierten, sowie Konrad Weiß, Gründungsmitglied von „Demokratie Jetzt“ und ehemaliger Bundestagsabgeordneter für das Bündnis 90. Aus Potsdam wirken mit Hans Schalinski, der im Kampf gegen den Wahlbetrug 1989 eine entscheidende Rolle spielte, Carolin Lorenz, die in der „Schmiede“ aktiv war und Jeanne Grabner, die sich beim Lateinamerika-Arbeitskreis „tierra unida“ engagierte.
Das Buch eines alten DDR-Sportlers und Doping-Verantwortlichen strickt an alten Legenden. Unwahrheiten, Vorurteile zwischen Ost- und Westdeutschen werden wieder ausgegraben. Und Bärbel Bohley, eine der widerspenstigen und bis zuletzt unangepassten Symbolfiguren der DDR-Opposition ist gestorben. Die Presseschau im September.
Matthias Rössler ist ein friedlicher Revolutionär der ersten Stunde. Im Herbst 1989 schloss er sich dem "Demokratischen Aufbruch" an, wirkte 1990 an der Gründung des Freistaates Sachsen mit und kämpfte für die Demokratisierung der sächsischen Universitäten. Der heutige Landtagspräsident ist Zeitzeuge und Akteur der besonderen sächsischen Revolutionsgeschichte. Denn die Gründung des Freistaates Sachsens hat ihre Wurzeln nicht in der Politik der Regierung de Maizière, sondern in der Revolution selbst.
Historische Rathäuser und Apotheken, alte Mühlen und vollständig erhaltene Grenzanlagen: Beim Tag des offenen Denkmals, der deutschlandweit am 12. September stattfindet, laden rund 7500 ungewöhnliche Orte zum Besuch ein.
Anfang September 1990. Der Einheitsvertrag ist unterschrieben und in weniger als einem Monat wird der Tag der deutschen Einheit gefeiert. Für eine weiterhin friedlich verlaufende Wiedervereinigung scheinen alle Wege geebnet. Es ist geschafft, die Zeit des Protestes ist vorbei. Oder doch nicht? Eine Gruppe von Bürgerrechtlern verbarrikadiert sich am 4. September 1990 in Räumen der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit und hält diese einen Monat lang besetzt.
Am 24. August 1990 verabschiedete die erste frei gewählte Volkskammer das "Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amtes für Nationale Sicherheit". Dieses sah eine dezentrale Lagerung und die Aufarbeitung der Stasi-Akten in Sonderarchiven vor.