Unabhängig vom Willen der deutschen Regierungen hängt die Entscheidung über die Wiedervereinigung maßgeblich von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges ab. In ihrem Einverständnis spiegelt sich die veränderte weltpolitische Lage am Ende des Ost-West-Konfliktes. mehr
Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fielen die westlich von Oder und Neiße gelegenen deutschen Gebiete unter polnische Verwaltung – eine erste Wiedergutmachung vorangegangener militärischer Konflikte. Eine endgültige völkerrechtliche Anerkennung blieb jedoch bis zur Wiedervereinigung aus. mehr
Am 18. März 1990 entschieden mehr als zwölf Millionen DDR-Bürger erst- und letztmals in freier, geheimer und gleicher Wahl über die Zusammensetzung der Volkskammer. Das Wahlergebnis spiegelte den eindeutigen Wunsch der DDR-Bürger nach der Wiedervereinigung und bedeutete die Abschaffung ihres Staates. mehr
Die ökonomische Situation Ende 1989 Anfang 1990 stellte die DDR-Regierung unter enormen Handlungsdruck. Die DDR stand kurz vor dem Bankrott, ohne Alternative blieb eine Unterstützung aus dem Westen mit nachfolgender Angleichung an das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik – die soziale Marktwirtschaft. mehr
100 000 Menschen gingen am 15. Januar 1990 nach Lichtenberg, um die letzte Bastion des alten Regimes zu stürmen. Es war ein letzter Höhepunkt der Revolution, nachdem bereits im Dezember 1989 lokale Dienststellen der Staatssicherheit besetzt worden waren. Mit dem ersten Einblick in die Maschinerie der Überwachung begannen die Mühen der Aufarbeitung. mehr
Der 9. November 1989 brachte die Menschen in Ost und West zusammen. Gleichsam eröffnete er die Möglichkeit, neu zu ordnen, was seit Jahrzehnten unverrückbar schien. Über Nacht stand die deutsche Frage wieder auf der politischen Agenda. Für die einen eine historische Chance, für die anderen ein unkalkulierbares Risiko. mehr
Am 9. November 1989 verkündet Schabowski die Nachricht: DDR-Bürger dürfen Reisen beantragen. Die Berliner warten jedoch nicht auf Pässe und Visa, sondern stürmen die Mauer. Wir beleuchten Ablauf, Missverständnisse und die Macht der Medien und fragen nach einem Geschichtsmythos von Mauerfall und Friedliche Revolution. mehr
Im Herbst 1989 gelang es den demokratischen Kräften in der DDR, das SED-Politbüro innerhalb weniger Monate zu entmachten. Am 17. Oktober stimmt Honecker für seine eigene Absetzung, am 3. Dezember wird er aus der SED ausgeschlossen. Wir untersuchen die Ohnmacht der Alleinherrscher in einer Reihe von Beiträgen. mehr
Während Flüchtlingsmassen die DDR über Ungarn verlassen, gelingt es der Opposition sich neu zu organisieren. Es bilden sich zahlreiche neue Basisgruppen wie z.B. das Neue Forum, Demokratischer Aufbruch und Demokratie Jetzt. Sie setzen auf eine Demokratisierung der DDR. Doch die SED verharrt unbeweglich. mehr
Wir verfolgen den Verlauf der Revolution von der Botschaftsbesetzung in Prag bis zum entscheidenden 9. Oktober in Leipzig. Ausschreitungen am Dresdner Hauptbahnhof, zahlreiche Kundgebungen, Proteste und Demonstrationen in sächsischen Provinzstädten entlang der Strecke des Ausreisezuges aus Prag belegen die Bedeutung Sachsens für die Frühphase der Revolution. mehr
Seit ihrer Gründung im Jahr 1949 ist die DDR ein Auswandererland. Im Sommer 1989 verlassen so viele Menschen das Land wie nie zuvor. Sie fliehen über die durchlässig gewordene Grenze zwischen Ungarn und Österreich oder über die bundesdeutschen Botschaften in Budapest, Ost-Berlin, Prag und Warschau. mehr
Die Friedliche Revolution in der DDR und die Deutsche Einheit geschahen nicht in einem isolierten Raum. Beide historische Ereignisse sind Teil der europäischen Geschichte. Das Dossier stellt eine Reihe von Interviews, Essays und Artikeln zusammen, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Entwicklungen in Polen, in der CSSR, in Ungarn und Rumänien beleuchten und die Deutsche Frage in ihren europäischen Kontext einordnen. mehr
Im April und Mai 1989 hatten in China Millionen Menschen für Reformen und Freiheit demonstriert. Am 3. und 4. Juni schlug das chinesische Militär im Zentrum Pekings gewaltsam die Proteste der Bevölkerung nieder. Welche Bedeutung hatte die Niederschlagung der Studentenproteste im Juni 1989 für die Entwicklungen in der DDR? mehr
Frühjahr 1989 in der DDR: Die Wirtschaft ist marode und die Umwelt befindet sich in einem katastrophalen Zustand. An die Öffnung der Mauer oder gar an die deutsche Einheit denkt noch niemand. Doch die Unzufriedenheit der Menschen in Ostdeutschland wächst. Die DDR-Bürger hoffen auf Reformen oder ihre Ausreiseerlaubnis. mehr