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TV-Vorschau zum Thema "Friedliche Revolution" vom 7.3. bis 13.3.2010

Im Umbruch: Freiräume und gefühltes Chaos

Fernseher

TV-Vorschau vom 7.3. bis 13.3.2010

Ein Beispiel für die Paradoxien der Umbruchzeit von 1990 liefert die "Chronik der Wende", die der RBB am Sonntag ausstrahlt: Die Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe gefährdete Arbeitsplätze, entlastete aber auch die Umwelt und war damit ganz im Sinne der umweltpolitischen Ziele des eher kapitalismusskeptischen Bündnis 90. Vom Überleben einer musikalischen Institution berichtet ZDFneo: Die Band Silly traf auch ohne staatsoffiziell verpönte Anglizismen die Stimmungslage ihrer Fans. Mit ihrer poetisch-drastischen Sprache schuf sie sich eigene künstlerische Freiräume.

Sonntag, den 7.3.2010

 

So, 7.3.10, 1.15 Uhr, RBB

Titel: Chronik der Wende: 8. März '90

Form: Dokumentation

Länge: 15 Minuten

Bootsbauer Jörg Schwarzenau hat seinen Arbeitsplatz seit Jahren am Ufer eines der dreckigsten Flüsse der DDR. So wie hier in Jena werden Abwässer an vielen Stellen direkt in die Saale eingeleitet.

Den größten Anteil an der Umweltverschmutzung hat die Industrie, wie zum Beispiel der VEB Jenapharm. Jetzt will sich eine westdeutsche Firma in die Firma einkaufen. Damit steigt die Angst der Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz.
In Bonn debattiert das Parlament zum Thema: Die Wiederherstellung der Deutschen Einheit nach Artikel 23 des Grundgesetzes. Die Opposition wirft dem Bundeskanzler vor, die Politik der deutschen Einheit ohne Rücksicht auf die osteuropäischen Nachbarn zu betreiben.
Im Leipziger Restaurant "Caffeebaum" findet eine Pressekonferenz von Dudenredakteuren aus Ost und West statt. Die Sprachhüter aus Mannheim und Leipzig wollen ab jetzt zusammenarbeiten. In etwa zwei Jahren soll ein gemeinsamer Duden erscheinen.

 

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So, 7.3.10, 23.15 Uhr, ZDFneo

Titel: Alles Silly

Form: Dokumentation

Länge: 35 min

"Silly" ist eine echte Institution. 1978 in der DDR gegründet, damals noch als "Familie Silly", waren doch Anglizismen in der DDR verpönt. Die Band mit ihrer Sängerin Tamara Danz wurde mit ihren poetischen, aber auch in drastischer Sprache beschriebenen Texten über das Leben damals in der DDR berühmt. Songs zwischen Balladen und Rock, Gefühl und Härte. 1996 verstarb Tamara Danz und die Bandmitglieder widmeten sich anderen Projekten.
2005 feierten Silly ein erfolgreiches Comeback und seit 2006 ist die Schauspielerin Anna Loos neue feste Sängerin von "SILLY".
Nach 14 Jahren gibt es mit "Alles rot" erstmal wieder ein Studioalbum von Silly. Die Dokumentation begleitet die Band exklusiv bei der Arbeit und der Entstehung des Albums.
Der Film ist ganz nah dran an den Musikern: Uwe Hassbecker, Ritchie Barton, Jäcki Reznicek und natürlich der neuen Frontfrau Anna Loos.

 

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Montag, den 8.3.2010

 

Mo, 8.3.10, 23.15 Uhr, WDR

Titel: Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend

Form: Dokumentarfilm

Länge: 90 Minuten

Kaum eine andere Institution hat die Bürger der ehemaligen DDR so miteinander verbunden wie die Freie Deutsche Jugend. Der Mitgliedschaft in der FDJ konnte man sich kaum entziehen – und wenn doch, dann in der Regel nur mit negativen Konsequenzen für Biografie und Karriere.

In ihrem Dokumentarfilm "Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend" beleuchten Grimme-Preisträger Lutz Hachmeister und Co-Regisseur Mathias von der Heide zum ersten Mal die Gesamtgeschichte dieser merkwürdigen Institution, deren Insignien das blaue Hemd und die aufgehende Sonne waren. In der FDJ lernte der gesamte Führungsnachwuchs der DDR "Kaderpolitik", auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt es für ratsam, sich dort aktiv zu engagieren. So manches FDJ-Kollektiv bot Spaß, Anklänge von Popkultur und Auslandsreisen. Auf der anderen Seite wurde auch paramilitärisch gedrillt, zu öden Aufmärschen und Fahnenappellen aufgerufen und mit "Gesinnungsfreunden" im Westen kooperiert – so mit der damaligen "konkret"-Redakteurin Ulrike Meinhof. In einem besonderen Kapitel des Films beschäftigen sich Hachmeister und von der Heide auch mit der eher unbekannten Geschichte der West-FDJ, die in der Adenauer-Zeit schon 1951 verboten wurde. Der Film schildert die Geschichte des Jugendverbandes von seinen Anfängen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bis zum Niedergang der DDR. Ehemalige prominente und weniger prominente Blauhemden aller FDJ-Generationen erzählen ihre zumeist zwiespältigen Erlebnisse, die sich in der Kombination mit Archivmaterial und DEFA-Filmen zu einer Gesamtschau darüber verdichten, wie die DDR-Führung Schritt um Schritt ihre Jugend verlor.
Hans Modrow und Wolfgang Seiffert gerieten gegen Kriegsende in russische Gefangenschaft, wo sie zu sozialistischen Kadern herangebildet wurden. 1949 kamen sie zurück nach Deutschland, Modrow begann in Ost-Berlin seine politische Karriere bei der FDJ. Seiffert ging in die Bundesrepublik, wo er mit Genossen wie Manfred Kapluck die West-FDJ aufbaute. Die inneren Auswirkungen des Kalten Krieges in der DDR beschreiben die Schriftstellerin Irene Böhme und der studentische Dissident Horst Herlemann, der 1965 wegen "staatsgefährdender Hetze" zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Der ehemalige bundesdeutsche Regierungssprecher Klaus Bölling schildert seinen kurzen Flirt mit KPD und FDJ nach 1945. Für die mittlere DDR-Generation steht Lothar Bisky, der 1959 nach dem Abitur auf eigene Faust in die DDR übersiedelte. Die heutige Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann arbeitete als Geschichtslehrerin in der FDJ-Jugendhochschule "Wilhelm Pieck", die auf dem Gelände der ehemaligen Goebbels-Villa am Bogensee etabliert wurde. Hier studierte auch der aus dem Westen stammende Jungkommunist und heutige "stern"-Korrespondent Adrian Geiges. Über Jugendkultur, Musik und Film sprechen der ehemalige ELF 99 Redakteur Jan Carpentier, der mit seinen Reportagen über die Waldsiedlung Wandlitz in der Wendezeit berühmt wurde und Funktionärstochter Marion Brasch vom DDR-Jugendradio DT64. Die Ostpunks Kai-Uwe Kohlschmidt und Chris Hinze von der Band "Sandow" und Christian "Flake" Lorenz von "Feeling B", der heute bei "Rammstein" spielt, erklären, wie man als DDR-Jugendlicher rebellieren und abseits der staatlich vorgegebenen Normen leben konnte. Das alltägliche – im Nachhinein amüsante – Abducken und Durchmogeln beschreiben die Schauspielerinnen Anja Kling und Vivian Hanjohr.

 

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Dienstag, den 9.3.2010

 

Die, 9.3.10, 22.05 Uhr, MDR

Titel: Drüben – Vom Roten Osten und Goldenen Westen. Folge 2

Form: Dokumentation

Die Wahrnehmung der jeweils anderen Deutschen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs ist in den 1970er Jahren längst von Vorurteilen geprägt. Man hört sie laut oder leise, auf der Straße oder im privaten Kreis: Westdeutsche seien Ellenbogenmenschen, Ostdeutsche Opportunisten. Die einen können überzeugend reden, die anderen vielsagend schweigen. Die einen müssen auffallen, um voranzukommen, die anderen wollen lieber in der Masse untertauchen. Für die Westdeutschen ist Geld wichtig, für die Ostdeutschen Beziehungen. Diese festgefahrenen Bilder kann mancher bis heute kaum abschütteln.

 

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Mittwoch, den 10.3.2010

 

Mi, 10.3.10, 15.45 Uhr, EinsFestival

Titel: Besuch bei Margot Honecker

Form: Dokumentarfilm

Länge: 30 Minuten

Spurensuche in Chile. Seit 1992 lebt hier Margot Honecker im Exil. Die Frau des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker war einst die mächtigste Politikerin der DDR – heute wohnt sie zurückgezogen in einem Haus im noblen Vorort von Santiago, verschanzt hinter hohen Mauern.

Was denkt die heute 82-Jährige über die DDR und den Fall der Mauer? NDR-Autorin Christine Adelhardt hat Freunde und Weggefährten besucht und versucht, mit Margot Honecker ins Gespräch zu kommen.
Ihre Erkenntnis: Auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR findet sich bei ihr keine Einsicht. "Der Sozialismus kommt wieder, auch in Deutschland", so beurteilt Margot Honecker die politische Lage zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung. Nach wie vor bezeichnet die frühere First Lady der DDR den Fall der Mauer nicht als "Wende", sondern als "Verrat".
Honecker zeigt sich auch in einem Video, das zurzeit im Internet kursiert, kämpferisch.
Mehr und mehr Ostdeutsche würden sich darauf besinnen, was sie in der DDR gehabt hätten, viele junge Menschen interessierten sich für die DDR. "Das, was wir geschaffen haben, ist nicht wegzuleugnen", so Honecker.
Zuversichtlich zeigt sie sich angesichts des guten Abschneidens der Linkspartei bei der Bundestagswahl. "Die Zeichen stehen jedenfalls gut", so Honecker.
Verantwortlicher: Christine Adelhardt

 

Wiederholung: Do, 11.3.10, 5.30 Uhr/ 10.30 Uhr, EinsFestival

 

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Mi, 10.3.10, 23.35 Uhr, MDR

Titel: Freifliegen – Mit Interflug durch Ost und West

Form: Dokumentarfilm

Länge: 72 Minuten

Der Dokumentarfilm "Freifliegen" erzählt die Geschichte von vier Stewardessen der Interflug, die bis zuletzt die einzige zivile Fluggesellschaft der DDR war. Es sind vier Geschichten, die berühren.

Sie handeln von Leidenschaft und Liebe, Hoffnungen und Enttäuschungen. Von der Leidenschaft zum Fliegen, von der Liebe zwischen den Wolken und von den Realitäten des Alltags auf dem Boden – im Staat DDR und danach. Die vier Frauen heben noch einmal ab und erinnern sich an eine Zeit, in der Fliegen noch ein Ereignis war und das Reisen über Ländergrenzen hinweg Ausnahme für ein paar Wenige war. Sie erzählen von ihren Träumen und den kleinen Grenzüberschreitungen zwischen Ost und West, komischen und tragischen. Wie in einem Brennglas fokussieren die vier Lebenswege ein Stück deutscher Zeitgeschichte, von den Siebzigern bis in die Gegenwart.
Die junge Regisseurin Undine Siepker zeichnet mit großer Meisterschaft vier Biographien nach, die trotz aller Zeitenbrüche von dem Drang nach Selbstbestimmung und dem unbändigen Wunsch künden, an Lebensträumen festzuhalten.

 

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Mi, 10.3.10, 20.45 Uhr, MDR

Titel: Trödelfieber – Ehre dem Ährenkranz

Form: Dokumentation

Länge: 30 Minuten

"Eigentlich wollte ich dem Sozialismus nur ein Schnippchen schlagen", sagt Stefan Wilhelm und rollt ein riesiges Holzwappen der DDR aus seinem Keller.

Eine dicke Staubschicht liegt auf Hammer und Zirkel aus Eichenholz, denn seit der Wende steht dieses 150 Meter breite Emblem vergangener Zeit in einem Weddinger Kellerverschlag. Jetzt soll das alte Staatswappen entstaubt und an den Mann gebracht werden. Stefan Wilhelm hofft darauf, einen wertvollen Schatz in seinem Keller bewahrt zu haben. Ein ganz besonderer Fall für Trödelfieberexperten Thomas Wolff. Wird der gebürtige Berliner für dieses außergewöhnliche Stück einen Interessenten finden? Thomas Wolff begibt sich auf Spurensuche in Berlin. Wo hat das hölzerne Wappen zu DDR-Zeiten gehangen und wer möchte dieses Stück Zeitgeschichte bewahren?
Trödelfieberexperte Roland Ebert ist dieses Mal in eigener Mission unterwegs. Als leidenschaftlicher Sammler ist er an allem interessiert, was sich aus der DDR-Zeit noch finden lässt. Über viele Jahre hat er in seinem privaten Museum alles zusammengetragen, was ihn seit seiner Kindheit begeistert und bewegt. Obwohl kaum noch Platz ist in seiner Scheune, ist er für besondere Raritäten und Schnäppchen immer zu haben. Ein Hinweis macht ihn neugierig. Im Spielzeugmuseum in Schkeuditz sollen ein paar Schätze zu finden sein. Wird er das schon so lange gesuchte Modellauto dort finden? Genau die richtigen Fälle für "Trödelfieber" und unsere Spezialisten. Ob Erbschaft, Nachlass oder Fundstück, das Trödelfieberteam weiß immer Rat.

Verantwortlicher: Sherif Hafzalla

 

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Do, 11.3.10, 21 Uhr,  Phoenix

Titel: Giftgas für Alaska

Form: Dokumentation

Länge: 45 Minuten

 

Der Fall Adolf-Henning Frucht

zur Sendungshomepage

Kaum waren Günter Guillaume, Stasi-Spion bei Kanzler Willy Brandt, und seine Frau Christel verurteilt, da versuchten DDR-Regierungsstellen, die beiden auszulösen. Sie boten nicht nur Dutzende von Häftlingen an, sondern 1976 auch einen Mann "von Kaliber", wie sie meinten: Adolf-Henning Frucht. In Westdeutschland sorgte der Name zunächst für Ratlosigkeit. Wer war dieser Mann?

Rückblende: Ende 1962 erfährt Frucht in seinem Institut für Arbeitsphysiologie beim Besuch von einem der führenden Militärmediziner der DDR von einem neuen Kampfstoff. Ein chemischer Kampfstoff der Amerikaner sei so modifiziert worden, dass er nicht gefrieren würde. Damit könnten nun die Radarstationen des Westens für mindestens zwölf Stunden ausgeschaltet werden. Amerikas Norden wäre dann einem Angriff schutzlos ausgeliefert. Der Arzt und Physiologe Frucht ist von diesem militärischen Geheimnis schockiert. Er beschließt zu handeln. Über familiäre Verbindungen nach West-Berlin stellt Frucht Kontakt zum amerikanischen Geheimdienst her. Er will den Westen vor dieser Gefahr warnen ...
Fünf Jahre später wird Frucht verhaftet. Er bekommt lebenslänglich. Ein Glücksfall, wie sein Anwalt Wolfgang Vogel meint. Es hätte auch die Todesstrafe sein können. Zehn Jahre später wird Frucht ausgetauscht. So ungewöhnlich wie der "Fall Frucht" ist auch sein Austausch: Sein Gegenüber ist der chilenische Kommunist Jorge Montes, den Honecker unbedingt aus den Fängen des Pinochet-Regimes befreien will.
Ausgehend vom wohl schwersten Fall von DDR-Spionage in den sechziger Jahren verfolgt der Film die Entwicklung des Wissenschaftlers Adolf-Henning Frucht. Was trieb Frucht dazu, ohne Auftrag, ohne Absicherung, auf eigene Faust militärische Geheimnisse der DDR an die US-Geheimdienste zu verraten?

 

Wiederholung: Fr, 12.3.10, 19.15 Uhr,  Phoenix

 

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 Donnerstag, den 11.3.2010

Do, 11.3.10, 1.50 Uhr, RBB

Titel: Chronik der Wende: 12. März '90

Form: Dokumentation

Länge: 15 Minuten

Übernahme des Grundgesetzes abgelehnt.
Jena: Die SPD lädt mit einem Lautsprecherwagen zur Wahlkundgebung ein.
Ost-Berlin: Der Runde Tisch hält seine 16. Sitzung, die letzte, ab.

Über den neuen Verfassungsentwurf, den eine Arbeitsgruppe entwickelt hat, soll am 17. Juni in einem Volksentscheid abgestimmt werden. Eine Übernahme des Grundgesetzes der Bundesrepublik lehnen die Teilnehmer des Zentralen Runden Tisches ab.

In der ehemaligen Zentrale der Staatssicherheit in Ost-Berlin hat Minister Eppelmann vom Demokratischen Aufbruch die Möglichkeit, die geheimen Unterlagen seines Parteivorsitzenden Wolfgang Schnur einzusehen. Auf einer Pressekonferenz verliest Rainer Eppelmann eine schriftliche Erklärung von Wolfgang Schnur, der alles leugnet.

In Strausberg, dem Sitz des DDR-Verteidigungsministeriums, werden Wahlplakate der demokratischen Parteien Nacht für Nacht abgerissen oder übermalt.

Auch am zweiten Tag der Leipziger Frühjahrsmesse herrscht grosser Andrang.

Auf dem Jenaer Marktplatz erwarten Tausende Menschen den saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine.

In Leipzig beginnt gegen 18 Uhr die 23. und letzte Montagsdemonstration.
Noch einmal kommen 30.000, um sich symbolisch von einem Ereignis zu verabschieden, das ihre Stadt über die Grenzen des Landes hinaus bekannt gemacht hat.

 

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Samstag, den 13.3.2010

Sa, 13.3.10, 21 Uhr, Phoenix

Titel: Als der Osten Westen wurde

Form: Dokumentation

Länge: 45 Minuten

 

Nach dem Fall der Mauer im November 1989 befand sich die DDR in Auflösung. Erst mit dem 3. Oktober 1990, dem Tag der Wiedervereinigung, endete das Machtvakuum. Ein Jahr Übergangszeit: ein ganzes Land, seine Menschen und seine Institutionen in rasantem Umbruch. Das eine ist nicht mehr, das andere noch nicht da. Ein historisch kurzer Zeitraum, der ungeahnte Freiräume bot. Die Dokumentation widmet sich dieser Zeitspanne, die vor allem von Chaos und großen Hoffnungen geprägt war.
 

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Sa, 13.3.10, 22.15 Uhr, ZDFinfokanal

Titel: ZDF-History: Mielkes Menschenjäger

Form: Dokumentation 2010

Länge: 45 Minuten

 

Mielkes Menschenjäger – Kidnapper im Auftrag der Stasi mit Guido Knopp

Am 8. Juli 1952 wird der Jurist und DDR-Kritiker Walter Linse in West-Berlin am helllichten Tag in ein Auto gezerrt, angeschossen und nach einer wilden Verfolgungsjagd in den Ostsektor der geteilten Stadt entführt. Die Täter sind Berufsverbrecher – im Dienste der DDR-Staatssicherheit.
Mehr als 400 Menschen lässt die Stasi in die DDR entführen: Regime-Kritiker, Journalisten, geflüchtete Angehörige der "bewaffneten Organe". Und geflohene ehemalige Funktionäre wie Robert Bialek. Er wird 1956 betäubt und nach Ost-Berlin verfrachtet. Seitdem ist er verschwunden. Neu aufgetauchte Dokumente legen den Schluss nahe, dass Robert Bialek noch in der Nacht seiner Entführung starb.
Bis zum Ende der DDR im Herbst 1989 operieren Kidnapper der Stasi im westlichen Ausland. Das Ausmaß der Aktionen kommt erst nach dem Fall der Mauer ans Tageslicht. Mit bewegenden Zeitzeugenaussagen und auf Grundlage von internen Dokumenten rekonstruiert ZDF-History eines der dunkelsten Kapitel der Stasi-Geschichte.

 

 

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