
TV-Übersicht vom 22.10. - 31.10.2009
"'Vati, ich versteh das nicht. Die DDR ist gestorben und alle Leute freuen sich. Wenn man stirbt, muss man doch weinen!' –'Komm', das erklär' ich dir später. Das hat schon seine Richtigkeit', antwortet er." Nicht nur der Spielfilm "Vereint für immer", den der NDR zeigt, beschäftigt sich in der kommenden Woche mit dem Thema Mauerfall und Wiedervereinigung. Es gibt wieder zahlreiche spannende Sendungen zu sehen!
Donnerstag 22. Oktober 2009, 14.45 Uhr, arte
Titel: Die Legende von Paul und Paula
Form: Spielfilm
Zwei junge Menschen begegnen sich und wissen, dass sie füreinander bestimmt sind. Dabei wohnen sie seit Jahren im selben Ostberliner Viertel: Verkäuferin Paula, alleinerziehende Mutter zweier Kinder, und Paul, unglücklich verheiratet, lernen sich in einer Bar kennen. Von nun an treffen sie sich heimlich, verbringen so viele Stunden wie möglich miteinander und erleben eine Liebe, die sie wie ein Strudel mitreißt. Alles um sie herum scheint unwichtig.
Doch Paul, der in den diplomatischen Dienst eingetreten ist, will seine Karriere nicht durch eine Scheidung gefährden, auch wenn seine Frau ihn betrügt. Paula wird ebenfalls von der grausamen Realität eingeholt, als ihr kleiner Sohn bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Sie zieht sich von Paul zurück und denkt sogar daran, eine Sicherheitsehe mit einem älteren Verehrer einzugehen.
Als Paul endlich klarwird, dass seine Ehe ihm nichts mehr bedeutet und er ohne Paula nicht mehr leben will, verbringt er Tage und Nächte wartend vor ihrer Wohnungstür, um zu beweisen, wie ernst es ihm ist. Paula gibt schließlich nach, und die Leidenschaft der beiden füreinander blüht erneut auf. Doch Paula stirbt bei der Geburt des gemeinsamen Kindes und lässt Paul allein zurück.
"Die Legende von Paul und Paula" ist einer der erfolgreichsten Spielfilme der DDR. Der Film entwickelte sich in den wenigen Wochen, die sie in der DDR gezeigt wurde, zum Publikumserfolg, nicht nur wegen ihrer zeitnahen Handlung. Die Mischung aus DDR-Wirklichkeit, mit satirischen Spitzen gespickter Flower-Power-Liebe und Deutschrockmusik traf den Nerv des Publikums. Dabei stand der Film zunächst kurz vor einem Aufführungsverbot. Erich Honecker entschied persönlich, dass der Film in die Kinos kommen sollte, da er darin einen Film für die jungen Menschen erkannte.
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Donnerstag, 22.Oktober, 1.55 Uhr, rbb
Titel: Chronik der Wende
Form: Dokumentationsreihe
Die Dokumentationsreihe "Chronik der Wende" begleitet in 163 Folgen die Friedliche Revolution in der DDR vor genau 20 Jahren.
Vom 40. Jahrestag der DDR am 7. Oktober 1989 bis zu den ersten freien Wahlen am 18. März 1990 zeigen die jeweils 15-minütigen Kalenderblätter Tag für Tag die dramatischen Veränderungen in der DDR. Auf den Tag genau 20 Jahre später zeigt das rbb Fernsehen die einzelnen Folgen.
Noch einmal kommen die Menschen zu Wort, die mit ihrem mutigen Eintreten für Freiheit und Bürgerrechte ein Herrschaftssystem zum Einsturz brachten. Noch einmal sind die Bilder zu sehen, die Millionen Menschen bewegten und vor 20 Jahren um die Welt gingen: von Massendemonstrationen, dem "Wahnsinn" Mauerfall bis zu den Volkskammerwahlen, die schließlich den Weg in die deutsche Einheit ebneten.
Die Ausstrahlung der Reihe ist Teil eines umfangreichen Programmangebots des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu den Jubiläen von Mauerfall und Deutscher Einheit.
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Samstag, 24. Oktober 2009, 19.20 Uhr, 3sat
Titel: FOYER extra: Das Theater und die Revolution in der DDR
Form: Dokumentation
"Wir treten aus unseren Rollen heraus. Die Situation in unserem Land zwingt uns dazu." - Am 4. Oktober 1989 tritt das Ensemble des Dresdner Staatsschauspiels mit dieser Erklärung vor das Publikum. Drei Tage später will die DDR ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Es wird ein Fest ohne das Volk. Schauspieler sagen ihre staatlich erwünschten Auftritte ab, der Theaterverband ruft zur größten Demonstration in der Geschichte der DDR auf dem Alexanderplatz auf: Nach diesem 4. November in Berlin ist die Republik im Ausnahmezustand, Theaterleute werden landesweit zu Agitatoren des Widerstands, tragen die Revolution von der Bühne auf die Straße.
Zeitzeugen erinnern sich an die letzten Wochen vor dem Mauerfall. Sie erzählen von Angst und Glück, von drohendem Bürgerkrieg und erfolgreicher Deeskalation. Bisher nicht veröffentlichte Fotos und Tonaufnahmen, streng geheime Dokumente der Staatssicherheit und private Briefe lassen die letzte Phase des DDR-Theaters lebendig werden. Zu Wort kommen unter anderen Uwe Kockisch, Jutta Wachowiak, Julia Jäger, Thomas Langhoff, Hasko Weber, Wolfgang Engel.
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Samstag, 24. Oktober 2009, 20.15 Uhr, 3sat
Titel: Staats-Sicherheiten. 15 Geschichten aus dem Gefängnis
Form: Theateradaption
15 ehemalige Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen in Potsdam und Berlin-Hohenschönhausen schildern ihre Erfahrungen vor, während und nach der Haft. Sie berichten von Spitzeln, Vernehmern und falschen Freunden. Sie erinnern sich an Unterdrückungsmechanismen und Überlebensstrategien. Und sie zeigen, wie ein System funktionierte, das alles versuchte, um seine Gegner zum Schweigen zu bringen.
Clemens Bechtel adaptierte für seinen Film "Staats-Sicherheiten" das gleichnamige Theaterstück, das im Oktober 2008 am Hans Otto Theater in Potsdam uraufgeführt wurde. Das Stück, das nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich realisiert wurde, hat in diesem Jahr als "beste in Berlin und Potsdam herausgekommene Aufführung des Jahres 2008" den 7.500 Euro dotierten Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost erhalten. Die siebenköpfige Jury bezeichnete das Projekt als eine bewegende Geschichtslektion. Die Stärke der "Staats-Sicherheiten" liege in seiner Authentizität. "Ein Abend jenseits des konventionellen Theaterbetriebs, der die Zuschauer gleichermaßen berührt und aufrüttelt."
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Samstag, 24. Oktober 2009, 20.15 Uhr, rbb
Titel: Kiezgeschichten
Form: "DDR-Kultserien"
Als Vertrauensbruch empfindet Herr Dottermusch aus der Griseldastraße 9 das Verhalten seiner Frau. Sie hat nicht nur den Garten vertrocknen lassen, er muss auch noch eine andere Überraschung mit ihr erleben ...
Um Vertrauen geht es auch in der Brigade zwischen Matti Wruck und Kalle Wiegand. Dass Matti ausgerechnet mit Eva-Maria Otto zusammenlebt, hat Wiegand schon gestört. Aber dass er in der Mieterversammlung auch noch gegen ihn - den erfolggewohnten Kalle Wiegand - auftritt und ihn auf Termine festlegt, geht doch entschieden zu weit. Denn immer noch gibt Wiegand in der Brigade den Ton an und trifft die Entscheidungen. Und die Ereignisse scheinen ihm auch recht zu geben ...
Kiez-lebendig sind die Geschichten, die das Fernsehen der DDR 1987 auf die Beine stellte. Die siebenteilige Serie, mit heute sehr namhaften Schauspielern wie Jörg Schüttauf und Ernst-Georg Schwill, zeigt Alltag und Veränderung im Ost-Berliner Kiez, Freuden und Leid ihrer Bewohner, das Leben in der Nachbarschaft. Nach den ersten drei Teilen am 19. September zeigt der "rbb FERNSEHABEND" heute die restlichen Folgen.
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Sonntag, 25. Oktober 2009, 20.15 Uhr, 3sat
Titel: Die Frau vom Checkpoint Charlie (1/2)
Form: Spielfim
Frühjahr 1982: Sara Bender, die mit ihren Töchtern Silvia, elf, und Bine, neun, in Erfurt lebt, will ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt bei Helmstedt auf der Autobahn. Die Trauung wird vorerst abgesagt. Als Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiserlaubnis. Sara ist untröstlich, als ihr Vater kurz darauf stirbt. In ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen. Sie stellt einen Ausreiseantrag. Daraus folgen Repressalien für Sara und ihre Töchter: Sara verliert in ihrer Firma ihre gute Position, den Kindern wird die schulische Entwicklung verbaut. Als ihr Ausreiseantrag abgelehnt wird, nimmt Sara Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Über Rumänien soll die Flucht in den Westen erfolgen. Als sie sich von Peter verabschieden will, werden beide verhaftet: Saras Fluchtpläne wurde verraten. Sara und die Mädchen werden getrennt, die Kinder kommen in ein Heim, Sara in Untersuchungshaft. Schließlich wird Sara wegen Republikflucht zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Sie kommt nach Hoheneck.
Zweiteiliger Film mit Veronika Ferres, der auf der wahren Geschichte der DDR-Bürgerin Jutta Gallus basiert.
Den zweiten Teil von "Die Frau vom Checkpoint Charlie" zeigt 3sat am Dienstag, 27. Oktober, ebenfalls um 20.15 Uhr.
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Montag, 26. Oktober 2009, 0.15 Uhr, ZDF
Titel: Jeder schweigt von etwas anderem (Wh.)
Das kleine Fernsehspiel in der Reihe "Die Mauer ist weg!"
Form: Dokumentation
Drei Familien aus der geschätzten Zahl von 250.000 politischen Ge-
fangenen der DDR kämpfen mit der Frage, wie viel Vergangenheit sie
zulassen wollen. Trennung, Repression und Sippenhaft haben drei
Generationen geprägt. Manche Wunden sitzen so tief, dass niemand
sie je aufreißen will. Jetzt aber werden die Kinder erwachsen, und es
wächst der Druck, das alte Schweigeabkommen zu brechen. Doch wer
soll den ersten Schritt tun?
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Montag, 26. Oktober bis Freitag, 30. Oktober täglich, 20.15 Uhr, arte
Titel: Andreas Kieling - Mitten im wilden Deutschland
Form: 5-teilige Dokumentationsreihe
Mit Andreas Kieling macht sich einer der bekanntesten deutschen Tierfilmer auf den Weg, um die Natur, die Landschaft und die Menschen entlang des Grenzstreifens neu zu entdecken. Andreas Kieling ist neugierig auf die Abenteuer, die ihn erwarten. Für die Zuschauer richtet er den Blick auf eine Region, die nur allzu lange vergessen wurde. Der Bereich, in dem Osten und Westen aufeinander trafen, galt vielen als das Ende der Welt. 20 Jahre nach dem Mauerfall ist es an der Zeit, eine neu erblühende Landschaft zu entdecken. In großen Bildern entsteht eine Momentaufnahme deutscher Natur, die keinen naiven, aber einen frischen und unvoreingenommenen Blick auf das Deutschland von heute wirft.
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Montag, 26. Oktober, 23.15 Uhr, WDR
Titel: Wo warst Du als... die Berliner Mauer fiel?
Form: Dokumentation
Wir erinnern uns genau, wo wir waren, wie wir fühlten als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel. Man muss nicht unbedingt hautnah dabei gewesen sein, um mit einem Ereignis dieser Größenordnung eine ganz eigene, persönliche Geschichte zu verbinden. Hier setzt "Wo warst Du als...?" an. In den fast 20 Jahren nach dem Mauerfall wurde vieles berichtet und doch ist längst nicht alles gesagt. "Wo warst Du als...die Berliner Mauer fiel?" wagt den Versuch, den Fokus auf die Randerscheinungen zu richten, die sich abseits der offiziellen Nachrichtenlage an jenem 9. November ereigneten. Es geht nicht um große Namen. Es geht um sehr persönliche Erfahrungen. Es geht um individuelle Momentaufnahmen. Drei Betroffene erzählen uns ihre Geschichte: Harald Jäger, Mike Fröhnel und Maren Hoffmann. Menschen wie Du und ich und Prominente wie Axel Schulz und Björn Engholm ergänzen. Pressekonferenz am 9. November 1989: "Das tritt nach meiner Kenntnis...is das sofort, unverzüglich." Ein gestammelter Satz schreibt Weltgeschichte. Günther Schabowsky ist einer der vielen, die in der Chronologie der Wiedervereinigung eine berühmt-berüchtigte Rolle spielen. Harald Jäger verfolgt die Pressekonferenz aus dienstlichen Gründen am Fernseher. Sein Arbeitsplatz: die Grenzübergangsstelle Bornholmerstraße. Es ist 20 Uhr, Jäger sitzt in der Kantine und löffelt Linsensuppe. "Als ich den Schabowsky gehört hab, da ist mir förmlich der Bissen im Halse stecken geblieben!" sagt Jäger heute und es scheint, als sei er noch immer völlig fassungslos. Harald Jäger ist diensthabender Leiter der Pass-Kontroll-Einheit. Er wartet auf Weisungen. Er wartet vergeblich. "Ich war 28 Jahre lang gewöhnt, Befehle zu empfangen und Befehle auszuführen. An diesem 9. November habe ich förmlich um Befehle gebettelt."
Als Günther Schabowsky die Berliner Mauer mit einem Satz ins Wanken bringt, sitzt Mike Fröhnel in Haft. In Tschechien war er ohne gültige Papiere festgenommen worden. Er ist 24 Jahre alt und zum vierten Mal in Haft. Er hat Flugblätter verteilt, einen Volkspolizisten verprügelt. Auch in Haft lässt er sich den Mund nicht verbieten - die letzten Monate seiner zweijährigen Freiheitsstrafe sitzt er in Absonderungshaft: keine Zeitung, kein Radio, kein Hofgang mit anderen Häftlingen, kein Besuch. 21 Tage nach dem Mauerfall wird Fröhnel entlassen - noch immer völlig ahnungslos, dass die DDR, wie er sie kennt und hasst, nicht mehr existiert. Die Freiheit entdeckt Mike Fröhnel alles andere als unverzüglich und sofort.
Sofort und unverzüglich macht sich Maren Hoffmann auf den Weg in den Westen. Sie möchte endlich ihre Eltern wieder sehen. Die haben Monate zuvor "rüber gemacht" und auch die Sehnsucht kennt jetzt keine Grenzen. Sie nimmt nur mit, was sie am Leibe trägt und das ist einiges - Maren Hoffmann ist hochschwanger. Ihr drittes Kind ist für den 10. November ausgezählt. Die Nachricht vom Fall der Mauer lässt sie alles vergessen - auch den Rat der Ärzte, sie solle sich schonen, so kurz vor der Niederkunft.
Harald Jäger, Mike Fröhnel und Maren Hoffmann - drei von Millionen, für die der November 1989 ein unvergessenes Erlebnis war. Offen und detailliert schildern sie die Wende aus ihrer Perspektive und liefern sehr persönliche Antworten auf die scheinbar simple Frage: "Wo warst Du als ...die Berliner Mauer fiel?"
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Montag, 26. Oktober, 23.45 Uhr, WDR
Titel: Wo ist die Mauer - Where is the wall?
Form: Dokumentation
Im Herbst 2009 ist es zwanzig Jahre her, dass die Berliner Mauer fiel.
In den Köpfen der älteren Generation ist sie noch präsent, doch für die
Jüngeren und für heutige Berlinbesucher ist sie nur noch Geschichte. Und im Stadtbild von Berlin ist sie kaum noch auffindbar.
Die Dokumentation "Where is the wall?" begleitet den japanischen Fotografen Takahisa Matsuura auf der Suche nach dem, was in Berlin von der Mauer blieb. Sie stellt Menschen vor, die die Mauer gebaut, sie abgerissen und aufbewahrt haben. Und sie führt an Orte in aller Welt, an denen die letzten Mauerstücke gelandet sind.
In den achtziger Jahren hat Takahisa in Berlin studiert und über 2000 Fotos von der Mauer geschossen, nun unternimmt er den nicht immer ganz unproblematischen Versuch, ihren Verlauf zu rekonstruieren. Beginnend am Brandenburger Tor begibt er sich auf eine Tour entlang des ehemaligen Grenzstreifens, immer getrieben von der einfachen Fragestellung, was von der Berliner Mauer heute noch zu sehen. Er trifft Laubenpieper, hinter deren Grundstück die Mauer verlief, Gebrauchtwagenverkäufer, die auf dem Mauerstreifen ihre Autos verkaufen und Eigenheimbesitzer, die dort ihr Häuschen errichtet haben. Und er begegnet Menschen, die ihr heutiges Leben auf je unterschiedliche Weise mit der Mauer verknüpft haben.
Es sind die Schicksale vieler Menschen, die mit der Berliner Mauer verbunden sind. Meist werden sie jedoch nur in den Kategorien "Opfer" und "Täter" geschildert. Die Dokumentation "Wo ist die Mauer?" sucht einen anderen, unvoreingenommeren Zugang. Sie führt zu Gerhard Falk, dem Direktor des Werkes in Mecklenburg-Vorpommern, in dem die Mauerteile hergestellt wurden, zu Hagen Koch, der als junger Stasi-Mann den Mauerverlauf kartographierte, 1990 als Denkmal-schutzbeauftragter der Regierung de Maiziére den Rückbau der Mauer überwachte und nun ein privates Mauermuseum betreibt; und zu Thierry Noir, der einst rund fünf Kilometer Mauer bemalt hat. Gerhard Lindner handelt in seinen Souvernirläden rund um das Brandenburger Tor mit Mauerstücken en detail, Patrice Lux lässt sie en gros besprühen und versteigern. Hans Martin Fleischer erwarb Anfang der neunziger Jahre für viel Geld vier Mauerteile, die nun niemand haben will, der ehemalige Bundeswehrgeneral Rolf Ocken hat den Abriß der Mauer befehligt, der Oberpfälzer Wilfried Prem zwei Drittel der Mauer in Berlin geschreddert. Und die Schwedin Eija-Riita Berliner Mauer hat sich als Teenager in die Mauer verliebt, sie in den siebziger Jahren geheiratet und ist jetzt Witwe.
Die Berliner Mauer findet sich an durchaus ungewöhnlichen Orten, etwa auf der Herrentoilette eines Casinos in Las Vegas oder vor den Toren des CIA in Washington. In Nagasaki steht eine besondere Rarität: das weltweit einzige Mauerteil mit einer Tür darin. Es gibt Mauersammler wie den Polen Ludwik Wasecki, der rund 40 Mauerteile auf einer Wiese seines Heimatdorfes aufgebaut hat, oder Ljiliana Hennessy, die auf dem Anwesen der Cognac-Dynastie ihr Segment vor laufender Kamera von einem Künstler auffrischen lässt. Wesentlich bodenständiger ist der Landwirt Armin Niedswetzki. Er ließ gleich nach dem Mauerfall 800 Mauerteile holen, jetzt stehen sie als Silobegrenzungen auf seinem Hof.
Ausgehend von der Lücke im Berliner Stadtbild ist die Dokumentation eine filmische Recherche auf den Spuren einer verschwundenen Immobilie. Die Mauer selbst, in An- und Abwesenheit, ist die erzählerische Mitte des Films, sie trägt die Erzählung und ist immer da - in der Praxis als auch in der Imagination der Zuschauer.
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Montag, 26.10.2009, 22.30 Uhr, SWR
Titel: Novemberkind
Form: Spielfilm
Für manche ist die deutsch-deutsche Geschichte Gegenstand der Historie und Stoff für Literatur. Für andere geht es immer noch um ihr persönliches Schicksal. In "Novemberkind" scheitert die Begegnung zweier Menschen an diesem Gegensatz.
Die 25-jährige Inga aus Malchow glaubt, ihre Mutter sei wenige Monate nach Ingas Geburt ertrunken, der Vater unbekannt. Doch dann taucht Literaturprofessor Robert auf. Er behauptet, dass er ihre Mutter Anne aus Konstanz kennt. Er behauptet, dass Anne sich 1980 in einen Deserteur der Roten Armee verliebt habe und mit ihm nach Westdeutschland geflohen sei. Als Inga ihre Großeltern und Freunde mit dieser Nachricht konfrontiert, merkt sie, dass sie ihr Leben lang belogen wurde. Fassungslos fragt sich Inga, warum ihre Mutter sie zurückließ. Gemeinsam mit Robert macht sie sich auf den Weg in die Vergangenheit. Sie reisen durch Deutschland, um Zeugen von damals zu treffen und hoffen, am Ende der Reise Anne gegenüberzustehen. Doch je näher Inga ihrer Mutter kommt, desto klarer wird, dass auch Robert ihr nicht die ganze Wahrheit gesagt hat.
Bereits das erste Expose von Heide und Christian Schwochow ließ vermuten, dass dies der deutsch-deutsche Film werden könnte, auf den das wiedervereinigte Land wartete, ein Drama über die menschlichen Verstrickungen in der DDR und die Folgen, die daraus bis heute erwachsen: Erpressung durch die Stasi, Verrat durch die eigenen Eltern, Trennung von der Familie, Schuldgefühle, Anpassungsschwierig-
keiten und Heimweh im Westen. In Buch und Inszenierung ist es den beiden gelungen, Thema und Figuren differenziert zu zeichnen. Keine Figur ist eindimensional, überall herrscht lebensechte Gebrochenheit. Niemand ist einfach nur gut oder böse, sondern hat, was beim Thema DDR - BRD nur allzu angemessen erscheint, diverse moralische Facetten.
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Dienstag, 27. Oktober 2009, 20.15 Uhr, ZDF
Titel: Der schönste Irrtum der Geschichte. Wie die Berliner Mauer wirklich fiel
Form: Dokumentation
Es begann mit einem Kommunikationsfehler. Günter Schabowskis Ankündigung von der "sofortigen" Maueröffnung trat eine Lawine los. Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer plötzlich offen war, ohne jede Vorbereitung, war die Freude groß: Es flossen Tränen, und es floss Sekt, die Deutschen wurden in dieser Nacht zum "glücklichsten Volk der Welt". Und es war wirklich Glück im Spiel, denn es fehlte
nicht viel, und die Lage in der damaligen "Hauptstadt der DDR" wäre eskaliert: Blutjunge Grenzsoldaten sahen sich am Brandenburger Tor mit euphorischen DDR-Bürgern konfrontiert, ihre Vorgesetzten versuchten verzweifelt, irgendeine klare Anweisung von oben zu erhalten, und im Kreml hatte niemand dieser historischen Zäsur, die das Ende des Sowjetimperiums einläutete, zugestimmt. Schlimmstenfalls wäre am 9. November 1989 ein "Dritter Weltkrieg" möglich gewesen, urteilt
der damalige Kreml-Chef Michail Gorbatschow im Rückblick.
Die ZDF-Dokumentation zeichnet die entscheidenden Stunden dieser Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 nach. Neben prominenten Akteuren wie Michail Gorbatschow und Helmut Kohl berichten viele Augenzeugen erstmals vor der Kamera von ihren Erlebnissen auf den Straßen des geteilten Berlin und fügen dem bisherigen Wissen neue Facetten hinzu. "Menschen haben vor uns ihre Personalausweise zerrissen, so viel Hass habe ich in Gesichtern gesehen, das ist nicht beschreibbar", erinnert sich ein DDR-Grenzsoldat, der am Brandenburger Tor die Mauer sichern musste: "Ich als Soldat hatte Angst vor dieser Menschenmasse." Ein Westdeutscher, der ihm direkt gegenüberstand und zu den ersten Mauerspechten zählte, schildert, wie die DDR-Wasserwerfer ihn vom "antifaschistischen Schutzwall" spülten. Der letzte DDR-Bürger, der an diesem 9. November gegen seinen Willen ausgebürgert und mittags nach Westberlin abgeschoben wurde, erlitt abends an der geöffneten Mauer einen Nervenzusammenbruch. Der erste DDR-Bürger, der seinen Grenzübertritt an der Bornholmer Straße erzwang, jubelt noch heute über das Ende des verhassten Staates. Der letzte politische Häftling in Hohenschönhausen hielt die
Nachricht von der Maueröffnung für eine besonders perfide Falle der Stasi und ahnte nicht, dass sein Sohn zu dieser Zeit die Grenze überschritt. Dass in dieser Nacht kein Blut floss, war ein großer Glücksfall, der die Beteiligten immer noch bewegt. "Wenn ein Soldat dort gesagt hätte, ich mach das nicht mit, hier lasse ich keinen durch und hätte die Maschinenpistole genommen und hätte geschossen – furchtbar!" erzählt ein DDR-Grenztruppenkommandant. Er war der erste, der direkt nach Schabowskis Pressekonferenz bei seinen Soldaten sicherheitshalber die scharfe Munition einsammeln ließ. Besonnenheit oder Resignation? Befehle der DDR-Regierung oder der Armeeführung gab es nicht, auch die 300 000 "Waffenbrüder" der Roten Armee blieben in ihren ostdeutschen Kasernen. Die DDR-Grenzer waren ganz allein auf
sich gestellt und taten das Richtige: Sie öffneten die Schlagbäume. Von deutscher Einheit war in dieser Nacht noch kaum die Rede. Nicht einmal ein Jahr später war sie vollzogen.
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Dienstag, 27. Oktober 2009, 20.15 Uhr, 3sat
Titel: Die Frau vom Checkpoint Charlie (1/2)
Form: Spielfim
Fast zwei Jahre sind vergangen. Silvia und Sabine sind noch immer im Heim, Sara im Gefängnis. Da wird sie vom Westen freigekauft. Bevor sie allerdings ausreisen darf, muss sie unterschreiben, dass sie der DDR das Sorgerecht für ihre Kinder überträgt. Sara tut es in dem Glauben, die DDR könnte sonst ihre Kinder nicht zu ihr in den Westen ausreisen lassen. In Gießen zieht Sara bei Marlene, der ehemaligen Freundin ihres Vaters, ein. Sie ist voller Hoffnung, ihre Kinder bald wiederzusehen. Doch da wird ihr mitgeteilt, dass die Mädchen in eine Pflegefamilie gekommen sind. Sara geht nach Westberlin und nimmt Kontakt zur Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte auf. Als das keinen Erfolg bringt, stellt sie sich mit einem Plakat an den Checkpoint Charlie: "Gebt mir meine Kinder zurück!". Der Stasi gefällt Saras Aktion gar nicht und bedroht sie - zuerst nur telefonisch, dann findet ein körperlicher Übergriff statt. Aber Sara gibt nicht klein bei. Sie gewinnt den Journalisten Robert Panter, um ihre Sache bundesweit publik zu machen. Obwohl ihre Aktion weltweites Aufsehen erregt hat, lässt Saras Kraft nach. Zeitgleich holt die Stasi zum ultimativen Schlag aus. Sie erzählt den Mädchen, ihre Mutter sei im Westen gestorben. Sara erfährt, dass ihre Töchter sich mit einer Adoption durch die Pflegeeltern Pries einverstanden erklärt haben. Im letzten Moment kann Robert Panter sie davon abhalten, über die Grenze am Checkpoint Charlie zurück in den Osten zu gehen - was einem Selbstmord gleichkäme. Über den Vorfall wird im Fernsehen berichtet. Die DDR-Führung gibt nach. Die Mädchen dürfen ausreisen. Sara, mit Robert versöhnt, kann ihre Kinder nach über drei Jahren am Checkpoint Charlie endlich wieder in die Arme schließen.
Zweite Folge des zweiteiligen Films mit Veronika Ferres, der auf der Geschichte der DDR-Bürgerin Jutta Gallus basiert.
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Dienstag, 27. Oktober 2009, 21.45 Uhr, NDR
Titel: Meine DDR
Form: Dokumentation
20 Jahre nach ihrem Ende ist die DDR lebendiger denn je. Der Streit um die Deutung des SED-Regimes ist ein wiederkehrender Beiklang der politischen Debatte der Bundesrepublik. Einigkeit besteht noch lange nicht, auch wenn die Einheit längst vollzogen ist.
Wie sah die Alltagswirklichkeit der DDR-Bürger aus? Dieser Film unternimmt einen Erklärungsversuch. Über zwei Jahre lang hat ein wissenschaftlich begleitetes Projektteam Biografien von DDR-Bürgern aus allen Zeitabschnitten und Lebensbereichen recherchiert und über 100 Interviews geführt. Zehn dieser Personen, teils bekannte, teils unbekannte Menschen, erzählen von Politik und Alltag aus 40 Jahren DDR-Geschichte, von Illusionen und Realitäten, die mit den Ereignissen der Zeitgeschichte interagieren.
Elfriede Wojaczek-Steffke geriet in die Wirren des 17. Juni. Ihre Hochzeitsgäste konnten wegen des Mauerbaus nicht anreisen. Kurzzeitig wird sie als IM geworben und klagt noch vor dem Mauerfall die Staatssicherheit öffentlich an. Ganz anders erlebt Friedrich Wolff die DDR. Er gehört seit der ersten Stunde zu ihren vehementen Fürsprechern und verteidigte als Rechtsanwalt unter anderem Erich Honecker und die Demonstranten vom 17. Juni 1953.
Ein Opfer der DDR-Justiz wird Ernst Jennrich, als sein Vater in einem der Schauprozesse zum 17. Juni unschuldig zum Tode verurteilt wird. Edgar Most, jüngster Bankdirektor der DDR, hilft mit, das Erdölkombinat Schwedt aufzubauen. Bettina Wegner wählt den unbequemen Weg des Widerstandes und findet in ihren Liedern klare und kritische Worte für einen besseren sozialistischen Staat. Der Staatsbürgerkundelehrer Detlef Scheibe verliebt sich unsterblich in eine Französin heiratet sie 25 Jahre später.
Als die Kluft zwischen offizieller und inoffizieller Sprache für sie unerträglich wird, reist die Ingenieursfamilie Stolte 1984 über die bundesdeutsche Vertretung in Budapest nach Westdeutschland aus. Der Schauspieler Jan Josef Liefers trifft während einer Großdemonstration überraschend auf den Ex-Geheimdienstchef Markus Wolf. Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld legt sich mit dem Regime an und wird vom eigenen Ehemann bespitzelt. Die Pionierleiter-Studentin Janet Oldinski fällt durch einen schweren Autounfall ins Koma und verpasst dadurch das Ende der DDR.
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Dienstag, 27. Oktober 2009, 21.45 Uhr, MDR
Titel: Vereint für immer
Form: Spielfilm
"Herr Hauptmann, ich begrüße Sie in der Bundesrepublik Deutschland." So wird Henrik Strehlow am 03. Oktober 1990 geweckt. Er ist der Dienst habende Offizier des Pionierregimentes 3 der Nationalen Volksarmee. Am Tag der Wiedervereinigung hört diese Armee auf zu existieren. Zum ersten Mal zieht Strehlow die Uniform der Bundeswehr an. Gestern noch war er Major der NVA, heute nur noch Hauptmann der Armee des einstigen Klassenfeindes. Als er nach Hause kommt, hat seine vierjährige Tochter Tränen in den Augen. "Vati, ich versteh das nicht. Die DDR ist gestorben und alle Leute freuen sich. Wenn man stirbt, muss man doch weinen!" –"Komm', das erklär' ich dir später. Das hat schon seine Richtigkeit", antwortet er.
"Wir sind ein Volk!" fordern schon im Frühjahr die Demonstranten auf zahlreichen Montagsdemos. Der Zug in Richtung Wiedervereinigung nimmt nach der Wahl immer schnellere Fahrt auf. Politisch werden die wichtigsten Weichen gestellt. Am 31. August wird der Einigungsvertrag unterzeichnet. Mit weit reichenden Folgen für die Deutschen in Ost und West. Das Prinzip "Rückgabe vor Entschädigung" wird in den Folgejahren die Gerichte zuhauf beschäftigen.
Aufbauhelfer kommen zu Tausenden aus dem Westen. Schließlich wird zu einem großen Teil das Prinzip Bundesrepublik den neuen Ländern übergestülpt. Viele gelernte DDR-Bürger fühlen ein Unbehagen. Sie sind unsicher und hilflos. Der Rausch von Freiheit und D-Mark verfliegt. Immer offensichtlicher wird, dass die deutsche Teilung Spuren hinterlassen hat. "Ossi" und "Wessi" werden zu Schimpfwörtern.
Ein grundlegender Wandel in allen Bereichen findet statt. Neue Verwaltungen müssen her, Telefonleitungen, schlaglochfreie Autobahnen, wasserdichte Dächer und vieles mehr. Es gilt ein herunter gewirtschaftetes Land aufzubauen. Gleichzeitig müssen alte Eliten und eine marode Wirtschaft abgewickelt werden. Als erster großer Betrieb wird in Dresden das Kamerawerk Pentacon geschlossen. 6.000 Menschen sind betroffen. Zum ersten Mal sind sie mit Arbeitslosigkeit konfrontiert. Die leitende Angestellte Regine Burckhardt kann nachts nicht mehr schlafen. Erst muss sie nacheinander die Mitarbeiter entlassen, dann ihr Büro ausräumen und ihren Schlüssel beim Pförtner abgeben. "Mir war, als würde ich mein Leben wegschmeißen", erzählt sie.
Die deutsche Einheit wird zuerst in den Innenstädten sichtbar. Statt Abrissbirnen stehen nun Baugerüste. Schon seit Ende der 80er Jahre stemmt sich die junge Architektin Antje Hainz gegen den Verfall der Meißner Innenstadt. Ein Kampf mit leeren Händen gegen die Windmühlenflügel des realsozialistischen Mangels. Jetzt endlich kann sie richtig kämpfen. Mit Ziegeln, Mörtel und Bauholz. Mit Geld und Expertenrat aus dem Westen.
Aufbau und Abwicklung, Hoffnung und Verzweiflung – dieser Gegensatz begleitet die Menschen in den Monaten nach der Wiedervereinigung.
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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 21.00 Uhr, ZDF
Titel: ZDF.reporter
Form: Reportage
Die Sendung beschäftigt sich monothematisch mit dem Thema
"20 Jahre nach dem Mauerfall" und legt ihr Augenmerk auf die Frage,
wie sich Menschen und Regionen in diesen 20 Jahren entwickelt haben.
Geplant sind Beiträge zu folgenden Themen:
• Warum die Kinder vietnamesischer Vertragsarbeiter
Ostdeutschlands beste Schüler sind
• Vom Ossi zum Superwessi: Wie ein Mecklenburger zur
internationalen Fondsmanager-Elite aufstieg
• Fachkräfte- und Lehrlingsmangel: Ostdeutschen Firmen fehlen
Elektriker, Ingenieure, Lehrlinge – und das bei 20 Prozent Ar-
beitslosigkeit. Warum?
• Junge Männer unter sich: die Suche nach Frauen und nach
Arbeit
• Subventionsruine Heiligendamm? Schön, umstritten und
knapp bei Kasse
• Streit um ostdeutsche Seeufer, Grundstücke und Abwässer -
Anpassungsprobleme auch noch 20 Jahre danach
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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 20.15 Uhr, ARD
Titel: Das Quiz der Deutschen
Form: Unterhaltungssendung
20 Jahre nach dem Mauerfall fragt Frank Plasberg: Was wissen die Deutschen in Ost und West voneinander? Wie gut kennen die Westdeutschen das Leben der Ostdeutschen und umgekehrt? Und wer weiß eigentlich mehr über den anderen?
Frank Plasberg will es in einer unterhaltsamen Quizshow herausfinden. Dabei geht es einmal nicht um die große Politik, sondern um die alltäglichen Dinge des Lebens: Essen, Einkaufen, Fernsehen, Gewohnheiten und Eigenarten, Arbeit und Freizeit, Lust und Liebe. Die Zuschauer dürfen sich auf eine vergnügliche Zeitreise freuen. Die prominenten Teams, die gegeneinander antreten, müssen sich allerdings, wie gewohnt bei Frank Plasberg, auf harte, aber faire Fragen einstellen. Erinnerungsvermögen, Menschenkenntnis, Improvisationstalent, Kreativität und Teamfähigkeit sind gefragt. Denn nur so können Wessis und Ossis beweisen, dass sie mehr voneinander kennen als nur Klischees. Nur so können sie herausfinden, was sie wirklich verbindet.
Bisher haben ihre Teilnahme zugesagt: Schauspielerin Simone Thomalla, Boxlegende Henry Maske, H. P. Baxxter, Fontmann von Deutschlands bekanntester Technoband Scooter, und Schauspieler Walter Sittler. Gespielt wird für einen guten Zweck. Außerdem wird „Tatort"-Ermittler Jan Josef Liefers erstmals in einer Fernsehshow als Sänger auftreten und ein Medley der größten Ost-Hits präsentieren.
Im Anschluss an „Das Quiz der Deutschen" dreht sich auch in „Panorama" alles um die deutsch-deutsche Befindlichkeit 20 Jahre nach dem Mauerfall. Das Politikmagazin wirft einen Blick auf die wahren Helden der Wende, die mit kleinen Aktionen großes bewirkt haben, und beschäftigt sich mit der einst mächtigsten Frau der DDR, Margot Honecker.
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Freitag, 30. Oktober 2009, 23.05 Uhr, ZDF
Titel: Rückkehr nach Bitterfeld
Elektronisches Tagebuch der Mainzer Stadtschreiberin Monika Maron
Bitterfeld galt zu DDR-Zeiten als dreckigste Stadt Europas, als Symbol einer verheerenden Umweltpolitik. Darüber schrieb die Schriftstellerin Monika Maron 1981 ihren vielbeachteten Debütroman "Flugasche". Über Nacht wurde sie berühmt, nur in der DDR, in der sie lebte, durfte das kritische Buch nie erscheinen. Mit dem ZDF ist sie nun wieder in die Bitterfelder Region zurückgekehrt. Dreckig ist Bitterfeld schon
lange nicht mehr. Monika Maron: "Die Befreiung vom Gift in ihrer Atemluft bezahlten die Bitterfelder, Wolfener, Thalheimer und Greppiner mit ihren Arbeitsplätzen, wie sie zuvor die sicheren Arbeitsplätze mit ihrer Gesundheit bezahlt hatten." Und doch hat sich Erstaunliches getan. Zahlreiche neue Arbeitsplätze sind wieder entstanden rund um Bitterfeld, im sogenannten "Solar Valley". Monika Marons Dokumentation erzählt die Erfolgsgeschichte des Solarzellenproduzenten Q-Cells, der sich vor zehn Jahren mit einer kleinen Firma mit 40 Mitarbeitern in Thalheim bei Bitterfeld angesiedelt hat. Inzwischen ist diese Firma zum weltgrößten Solarenergieproduzenten gewachsen, hat jedoch nun spürbar unter der Wirtschaftskrise zu leiden.
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Samstag, 31. Oktober 2009, 17.35 Uhr, ZDF
Titel: Menschen – das Magazin
Form: Dokumentation
Jahrelang hatte Rita Heiduschka in der DDR für ihre behinderte Tochter Magnon gekämpft, und als am 9. November 1989 die Mauer fiel, eröffneten sich für sie und viele andere Familien mit behinderten Angehörigen ganz neue Perspektiven. Denn in der DDR wurde eingeteilt: Galt ein Kind als "förderungsfähig", konnte es Kindergarten und Schule besuchen. Als "förderungsunfähig" abgestempelt zu werden
bedeutete für viele behinderte Menschen jedoch, für den Rest des Lebens lediglich verwahrt zu werden – oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Obwohl ihr Sohn Robert als "förderungsfähig" galt, musste auch Yvonne Pachl leidvolle Erfahrungen machen. Der 25-Jährige hat das Down-Syndrom und einen angeborenen Herzfehler. Heute bestimmt er selbst über sein Leben. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, und auch in der Bundesrepublik müssen Eltern behinderter Kinder häufig für ihre Rechte streiten, so die Erfahrungen der engagierten Mütter.
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