Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Die Staatsmacht stand bereit. Am 9. Oktober in Leipzig warteten Armee, Polizei und Kampfgruppen nur noch auf den Schießbefehl. Doch es blieb friedlich. Michael Richter erklärt, warum es in Leipzig am 9. Oktober nicht zum Schuss kam und weshalb der Durchbruch zum Dialog in Dresden so wichtig war.
Jede Darstellung der Friedlichen Revolution hat ihren heimlichen Helden. Bei dem einen ist es die Kirche, bei dem anderen sind es die Bürgerrechtler, bei dem nächsten die Flüchtlinge, Gorbatschow oder sogar Helmut Kohl. Das durchweg Sympathische an Michael Richters Buch über die Revolution ist der Held: das Volk.
Die beharrliche Forderung der sächsischen Bürger nach demokratischen Freiheiten hat im Herbst 1989 entscheidend zum Gelingen der Friedlichen Revolution beigetragen. Der kontinuierliche Protest hat ein neues Identitätsgefühl bei den Sachsen hervorgerufen, das auch heute noch ein wesentliches Element beim Artikulieren gemeinsamer Interessen darstellt. Sachsen hat in den letzten 20 Jahren viel erreicht, vorhandene Potentiale wurden gefördert, es wurden Investitionen auf hohem Niveau getätigt. Doch die errungene Freiheit ist nicht nur ein Recht, sondern nimmt in schweren Zeiten auch jeden einzelnen Bürger in die Pflicht, so die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz.
Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Herbst 1989, an das Jahr zwischen Revolution und Wiedervereinigung. Ein Jahr, das Weltgeschichte schrieb und in dem Privates politisch wurde. Wie haben die Macher von Revolution und Einheit dieses Jahr erlebt? Ein ganz persönlicher Revolutionsrückblick von Kaja Wesner.
Bremen richtet in diesem Jahr die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. An der Weser wird der 3. Oktober 2010 nach der Eröffnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Christian Wulff mit einem Festakt, einem Ökumenischen Gottesdienst und einer feierlichen Musikparade begangen. Aber auch in vielen anderen Städten gibt es rund um das Einheitsjubiläum eine Vielzahl von thematischen Veranstaltungen und Bürgerfesten. Wir haben eine kleine Auswahl der interessantesten Veranstaltungen zusammengestellt.
Matthias Rössler ist ein friedlicher Revolutionär der ersten Stunde. Im Herbst 1989 schloss er sich dem "Demokratischen Aufbruch" an, wirkte 1990 an der Gründung des Freistaates Sachsen mit und kämpfte für die Demokratisierung der sächsischen Universitäten. Der heutige Landtagspräsident ist Zeitzeuge und Akteur der besonderen sächsischen Revolutionsgeschichte. Denn die Gründung des Freistaates Sachsens hat ihre Wurzeln nicht in der Politik der Regierung de Maizière, sondern in der Revolution selbst.
Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an den Herbst 1989, an das Jahr zwischen Revolution und Wiedervereinigung. Ein Jahr, das Weltgeschichte schrieb und in dem Privates politisch wurde. Wie haben die Macher von Revolution und Einheit dieses Jahr erlebt? Ein ganz persönlicher Revolutionsrückblick von Andreas Stirn.
Am 24. August 1990 verabschiedete die erste frei gewählte Volkskammer das "Gesetz über die Sicherung und Nutzung der personenbezogenen Daten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit/Amtes für Nationale Sicherheit". Dieses sah eine dezentrale Lagerung und die Aufarbeitung der Stasi-Akten in Sonderarchiven vor.
Von 18 bis 2 Uhr nachts sind rund hundert Berliner Museen für die Besucher geöffnet. Damit man zügig zu den verschiedenen Museen gelangt, werden spezielle Bus-Shuttle eingesetzt und wer will, kann sich für fünf Euro ein Fahrrad mieten. Wir haben herausgesucht, wo in dieser Nacht DDR-Geschichten und DDR-Kuriositäten zu besichtigen sind.
Die Friedliche Revolution ist undenkbar ohne die Bürgerrechtler. Trotz ihrer Bedeutung für den Umbruch von 1989/90 zogen sich viele der damaligen Protagonisten wieder aus der großen Politik zurück. Hans-Jürgen Fischbeck war einer von ihnen. Seinen Mut zur Einmischung, mit dem er einst dem DDR-Regime widerstand, hat er bis heute behalten - Portrait eines Demokraten.
Vom 11. Januar bis 06. April 2010 wurde in der BStU, Außenstelle Leipzig, die Ausstellung "Revolution ist weiblich" des Archivs Bürgerbewegung e.V., Leipzig gezeigt.
Umweltkatastrophe, wirtschaftlicher Bankrott, gesellschaftlicher Stillstand, Glasnost und Perestroika. Das Ende der kommunistischen Regime in Mittel- und Osteuropa hatte viele Facetten. Die von der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltete wissenschaftliche Tagung nahm eine Vielzahl von Aspekten in den Blick, die insbesondere für das Revolutionsjahr 1989 in der DDR von großer Bedeutung waren.
Das Theaterstück „Margot“ versucht zu analysieren, was heute in den Köpfen derer vorgeht, die als junge DDR-Bürger den Mauerfall erlebt haben. Die Wunden der Vergangenheit scheinen noch längst nicht geheilt. Die Widersprüche zwischen persönlichem Empfinden und öffentlicher Wahrnehmung der „Wende“ und ihrer Folgen prägt das Erleben von Margot: Auch wenn ihr Leben im vereinten Deutschland äußerlich perfekt scheint, kann sie ihre Wurzeln nicht verleugnen.
Im Rahmen des Lichtfest Leipzig gedachten heute Abend rund 40.000 Leipziger und Gäste der Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit. Am historischen Ort Augustusplatz erinnerten sie bei einem Kunstprogramm mit Sound-Elementen und Licht-Effekten, Musik-Performances und der Gestaltung einer strahlenden "89" der Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990. Unter anderem riefen Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Tobias Hollitzer, Vorsitzender der Initiative "Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989" in ihren Grußworten zum aktiven Gedenken und bürgerschaftlichen Engagement auf.
Am 8. und 9. Oktober 2010 veranstaltete die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland im Zeitgeschichtlichen Forum ein internationales Symposion anlässlich des Jahrestags der Leipziger Montagsdemonstration, die 1989 der friedlichen Revolution zum Durchbruch verhalf. Im Rahmen der Reihe „Zeit-Fragen“ diskutierten namhafte Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung europäischer Freiheitsbewegungen für die Erinnerungskultur unseres Kontinents. Prominenter Gast war Miguel Ángel Martínez Martínez, Vizepräsident des Europäischen Parlaments.
Zu Beginn der Lesung berichtete Joachim Gauck, der von seiner Co-Autorin Helga Hirsch begleitet wurde: „Ohne Helga Hirsch wäre das Buch nicht fertig geworden“. „Ich wollte nicht auf emotionale Begegnungen aus der Vergangenheit treffen“, erklärte er. Das geschah dann, als er schrieb, wie seine eigenen Kinder nach und nach die DDR verließen. „Plötzlich waren Tränen auf dem Stück Papier vor mir.“