Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Die Staatsmacht stand bereit. Am 9. Oktober in Leipzig warteten Armee, Polizei und Kampfgruppen nur noch auf den Schießbefehl. Doch es blieb friedlich. Michael Richter erklärt, warum es in Leipzig am 9. Oktober nicht zum Schuss kam und weshalb der Durchbruch zum Dialog in Dresden so wichtig war.
1904 gegründet als Hersteller von Landwirtschaftsgeräten, 1972 zwangsweise enteignet und 1990 als GmbH neu gegründet. Die Gerlach Zubehörtechnik GmbH in Leipzig ist ein sächsischer Mittelständler mit bewegter Geschichte. Die Mehrzahl der Kunden des Heizungs- und Sanitärgroßhandels kommt heutzutage aus dem Westen Deutschlands. Wir sprachen mit Wolfgang Gerlach über den Wandel der Wirtschaft, über das Ende des Sozialismus und den Aufbruch in die Selbständigkeit. "Nur Ableger des Westens zu sein, hat keinen Sinn", ist Gerlach überzeugt.
Auf dem Weg zur Großdemonstration beobachtet die Zeitzeugin Tina Krone, wie sich ihre Stimmung aufhellt. Sie sieht, wie zahllose Menschen zur Demonstration strömen. Plötzlich fühlt sie sich ganz leicht. Aufbruchsstimmung machte sich breit.
Am 9. Oktober 1989 ist ungewiss, ob die DDR auf einen Bürgerkrieg zusteuert. Polizei, Kampfgruppen, NVA und die Stasi sind auf den Schusswaffeneinsatz vorbereitet. In der Leipziger Stadthalle werden Operations-Nottische aufgestellt, Blutkonserven bereit gehalten und Leichensäcke gelagert. Chirurgen erhalten Anweisungen, wie Schusswunden zu behandeln sind.
"Die Deutschen und ihre Mythen" heißt das letzte große Buch des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler. Im Interview mit dem Montagsradio erklärt er, warum der 9. November 1989 nicht als Gründungsmythos für die "Berliner Republik" geeignet ist.
Aus aktuellem Anlass wiederholen wir eine Montagsradioausgabe aus dem April. Ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Wolfgang Gross. Er war einer von Vierhunderttausend auf der größten Demonstration im Herbst 1989. Über 400.000 Menschen hatten sich am 4. November auf dem Berliner Alexanderplatz versammelt. Auch die umliegenden Straßen waren voll, die Akustik war schlecht. Aber der Termin war Pflicht.
Im Oktober 1989 passiert etwas in der ostdeutschen Presselandschaft: Zeitungen, Radio und Fernsehen öffnen sich plötzlich für die Positionen der DDR-Kritiker. Der Grund: Am 19. Oktober 1989 wird die für die Presse-Zensur zuständige Abteilung Agitation im ZK der SED aufgelöst. Der Umschwung kündigt sich bereits Tage vorher an: In der DDR-Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" ist auch mal ein kritisches Wort zu hören und der DDR-Nachrichtendienst ADN berichtet erstmals von der Leipziger Montagsdemo.
Zwei spannende Ausstellungen werden zur Zeit in Berlin und Bochum gezeigt. Das Deutsche Historische Museum zeigt die erste US-amerikanische Sammlung zum Thema deutsche Kunst in Zeiten des Kalten Krieges. In Bochum setzt sich die Ausstellung "Gesichter der Freihei" mit der friedlichen Revolution im Herbst 1989 auseinander.
20 Jahre nach der dem "Sieg der Kerzen" am 9. Oktober 1989 feiert Leipzig das Lichtfest "Aufbruch Leipzig - 20 Jahre Friedliche Revolution und Einheit Europas" entlang des historischen Demonstrationsweges.
Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt ab dem 26. August Fotografien aus vier Jahrzehnten von Gerhard Gäbler. Bilder von höchster dokumentarischer und ästhetischer Qualität.
Im Rahmen des Lichtfest Leipzig gedachten heute Abend rund 40.000 Leipziger und Gäste der Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit. Am historischen Ort Augustusplatz erinnerten sie bei einem Kunstprogramm mit Sound-Elementen und Licht-Effekten, Musik-Performances und der Gestaltung einer strahlenden "89" der Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990. Unter anderem riefen Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Tobias Hollitzer, Vorsitzender der Initiative "Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989" in ihren Grußworten zum aktiven Gedenken und bürgerschaftlichen Engagement auf.
In der Reihe „Wir sind das Volk“ – Montagsgespräche in der „Runden Ecke" diskutieren an jedem ersten Montag des Monats Tobias Hollitzer und Reinhard Bohse mit Zeitzeugen von ´89 über ihr Leben und Engagement vor, während und nach der Friedlichen Revolution. Zum Auftakt war Michael Arnold zu Gast sein, Bürgerrechtler, Mitbegründer und Sprecher des Neuen Forums.