Ausstellung |
Thüringen,
30.01.09 |
Daniela Frölich
Die Ausstellung "Opposition + Widerstand in der DDR" der Stiftung Ettersberg arbeitete die Geschichte der Opposition in der DDR anhand zahlreicher zum Teil noch unveröffentlichter Fotos und Dokumente unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Thüringen heraus.
Lesung |
Bautzen,
03.10.10 |
Susanne Hattig
Anlässlich des Jahrestags der deutsch-deutschen Wiedervereinigung lud die Gedenkstätte Bautzen zu einer Sonntagslesung ein. Vorgestellt wurde die Publikation „Black Box DDR. Unerzählte Leben unterm SED-Regime“. Die Herausgeber Ines Geipel und Andreas Petersen berichten darin eindrucksvoll anhand von 33 Einzelschicksalen über das Leben in der SED-Diktatur. Im Mittelpunkt stehen dabei bisher wenig bekannte Geschichten, Ereignisse und Personen.
Vortrag |
Bautzen,
31.03.10 |
Susanne Hattig
Anlässlich des 60. Jahrestags der Ereignisse berichten die ehemaligen Häftlinge Harald Knaußt und Joachim Gringmuth über ihre Erinnerungen an den Aufstand im „Gelben Elend“. Als junge Männer 1946 bzw. 1948 unschuldig zu 25 Jahren Haft verurteilt, erlebten sie den Aufstand auf ganz unterschiedliche Weise mit. Erst Mitte der fünfziger Jahre kamen beide frei und flohen in den Westen.
Vortrag und Zeitzeugengespräch
Ausstellung |
Thüringen,
01.06.09 |
Daniela Frölich
Die Wanderausstellung "Der Schrei nach Freiheit - Der 17. Juni 1953 in Thüringen" der Stiftung Ettersberg beschrieb anhand zahlreicher Fotos, Dokumente, Plakate, Aufrufe und Zeitungsartikel die Ereignisse vom 17. Juni 1953 in den drei ehemaligen Thüringer Bezirken Erfurt, Gera und Suhl und bettete den Volksaufstand in die Gesamtgeschichte der SED-Diktatur ein.
Diskussion |
München,
06.11.09 |
Sandra Prechtel und Sascha Hilpert, die Gewinner des Doku-Wettbewerbs 2005, haben sich der Lebensgeschichte und persönlichen Dramas des DDR-Radsportlers Wolfgang Lötzsch angenommen und sie zu einem packenden Dokumentarfilm verdichtet.
Diskussion |
Berlin,
23.09.10 |
Bundesstiftung Aufarbeitung
Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden? Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter erlebt. Heute lebt fast die Hälfte der ehemals politisch Verfolgten mit weniger als 1.000 Euro im Monat. Plogstedts Fazit: Die Armut ist eine Traumafolge.
Buchvorstellung und Podiumsgespräch in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Diskussion |
Leipzig,
05.07.10 |
Tobias Hollitzer
„Sie haben wohl die neue Zeit noch nicht verstanden!“, wurde Helmut du Mênil unmissverständlich zu verstehen gegeben, als er sich 1948/1949 an der Universität Leipzig einschrieb und Zahnmedizin studieren wollte. So entschied nicht er, sondern die neue sozialistische Leitung in welchen Studiengang er sich zu immatrikulieren habe. Die Entscheidung, diesen Staat nicht zu akzeptieren und zu verändern ließ er sich jedoch nicht nehmen. Als 19. Gast der Reihe Montagsgespräche begrüßten die Moderatoren Tobias Hollitzer und Reinhard Bohse dieses Mal Helmut du Mênil, einer, der sich bereits Anfang der 1950er Jahre gegen die DDR-Diktatur wehrte. Als Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe um seinen Kommilitonen Herbert Belter plakatierte er für Demokratie und gegen Stalinismus und verlor dabei seinen besten Freund, der von einem sowjetischen Militärtribunal verurteilt und in Moskau hingerichtet wurde. Einem solchen Schicksal konnte er nur durch Flucht nach West-Berlin entrinnen. Nach einer erfolgreichen Banklaufbahn in der Bundesrepublik kehrte er schließlich 1990 zurück, um als Chef der Leipziger Treuhand-Filiale die DDR endlich umgestalten zu können.
Lesung |
Braunschweig,
29.04.10 |
Konrad Adenauer Stiftung Hannover
Zu Beginn der Lesung berichtete Joachim Gauck, der von seiner Co-Autorin Helga Hirsch begleitet wurde: „Ohne Helga Hirsch wäre das Buch nicht fertig geworden“. „Ich wollte nicht auf emotionale Begegnungen aus der Vergangenheit treffen“, erklärte er. Das geschah dann, als er schrieb, wie seine eigenen Kinder nach und nach die DDR verließen. „Plötzlich waren Tränen auf dem Stück Papier vor mir.“
Diskussion |
Chemnitz,
15.09.10 |
Aller guten Dinge sind drei. Im Wintersemester 1999/2000 hatte an der Technischen Universität Chemnitz eine Ringvorlesung stattgefunden, auf der 14 bekannte Bürgerrechtler – von außerhalb Sachsens – zu Wort gekommen waren, um eine pointierte Bilanz zu ziehen – zehn Jahre nach der friedlichen Revolution und nach der deutschen Einheit: Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Vera Lengsfeld, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Ehrhart Neubert, Freya Klier, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer, Joachim Gauck. Die Veröffentlichung der Vorträge mitsamt einer zeitgeschichtlichen Einordnung und der biografischen Porträts fand große Resonanz.