Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Während die gewaltsamen Ausschreitungen in Dresden am 4. Oktober im Fokus der Medien stehen, bleibt das Geschehen in der 76.000 Einwohner-Stadt Plauen im Bezirk Karl-Marx-Stadt von den westlichen Fernsehkameras weitgehend unbemerkt. In der Metropole des Vogtlandes kommt es jedoch am 7. Oktober zu der ersten Massendemonstration, vor der die Staatsmacht der DDR kapitulieren muss.
Der 4. September 1989 gilt als Datum der ersten Montagsdemonstration. An die Tausend Menschen gehen nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche auf die Straße. Ihre Forderungen: "Reisefreiheit statt Massenflucht" und "Stasi raus!".
Der 9. Oktober 1989 gilt als Tag der Entscheidung für die Friedliche Revolution. In Leipzig, der Geburtsstadt der Montagsdemonstrationen, gehen an diesen Montag zirka 70.000 mutige Menschen aus allen Teilen des Landes auf die Straße, um gegen die bestehenden politischen Verhältnisse zu demonstrieren. Statt Dialog setzt das DDR-Regime noch am Morgen des 9. Oktober weiterhin auf eine gewaltsame Niederschlagung der Bevölkerungsproteste, die so genannte "Chinesische Lösung". Die erwarteten Zusammenstöße mit der Staatsmacht bleiben jedoch aus.
Der friedliche Ausgang der Montagsdemonstration am 9. Oktober ermutigt mehr und mehr Menschen, für ihre politischen Überzeugungen einzustehen. Am 16. Oktober, ein Tag vor der Absetzung Honeckers, steigt die Zahl der Demonstranten auf ca. 120.000 Menschen an. Die SED-Führung fürchtet um ihre Macht, ihre Haltung ist aber uneinheitlich. Neben ersten Anzeichen für einen Dialog zwischen Staatsmacht und Demonstranten setzt Honecker weiterhin auf Repression.
In seiner Biografie "Und wir sind dabei gewesen. Die Revolution, die aus der Kirche kam" erzählt Christian Führer über sein Leben, das von seiner Arbeit als Pfarrer an der Leipziger Nikolaikirche wesentlich bestimmt wurde. Die weitestgehend bekannten Stationen des oppositionellen Handelns bis zu den Ereignissen im Herbst 1989, die zum Mauerfall und zur deutschen Einheit führten, schildert er dabei nicht nur als Erfolgsgeschichte, sondern vor allem als Glaubensgeschichte, deren Auswirkungen noch heute zu spüren sind.
Der angestrebte "Dialog" der SED-Bezirksleitung Leipzig führt nicht zum Ende der Demonstrationen. Auch die von Krenz angekündigte "Wende" mit Reformschritten auf verschiedenen Gebieten beruhigt die angespannte Lage nicht. Im Gegenteil: Die Teilnehmerzahlen steigen weiter an. Am 23. Oktober gehen 320.000 Demonstranten auf die Straße – die größte Montagsdemonstration im Verlauf der Friedlichen Revolution bis zum März 1990. Der Druck auf das DDR-Regime wächst.
Am 7. Oktober 1989 feiern im Palast der Republik die kommunistischen Partei- und Staatsführer den 40. Jahrestag der DDR. Auf der Straße demonstrieren die Menschen für demokratische Veränderungen. Aus ihrem Mut erwächst eine Massenbewegung. Und die Kirche im Prenzlauer Berg wird zu einem Zentrum der Friedlichen Revolution in Ostberlin. An die Ereignisse vor genau 20 Jahren erinnern vom 7. bis 9. Oktober zahlreiche Veranstaltungen in der Gethsemanekirche. Zeitzeugengespräche und Podiumsdiskussionen stehen auf dem Programm. Außerdem werden Fotos und Videos gezeigt.
Ob Demonstrationen, Andachten oder die erste freie Wahl: Roland Hartig war mit seiner Kamera immer dabei. So hat er die Friedliche Revolution in Rostock in Bildern festgehalten. Ab Dienstag, den 22. September 2009, werden seine Fotos in der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock gezeigt. Zur Ausstellungseröffnung um 19 Uhr spricht Roland Hartig – der Fotograf hatte sich 1989 aktiv am Protest gegen die SED-Diktatur beteiligt.
Das DDR Museum und die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien feiern am 18. Juli ein besonderes Jubiläum: Vor 30 Jahren fand in der Samariterkirche in Berlin-Friedrichshain die erste von vielen Blues-Messen statt.
In Berlin erinnert seit Freitag die Ausstellung "Keine Gewalt" anschaulich an Gandhi, Bergpredigt, Mahnwachen und Friedliche Revolution - mitten im Shoppingcenter.
Im Rahmen des Lichtfest Leipzig gedachten heute Abend rund 40.000 Leipziger und Gäste der Stadt der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit. Am historischen Ort Augustusplatz erinnerten sie bei einem Kunstprogramm mit Sound-Elementen und Licht-Effekten, Musik-Performances und der Gestaltung einer strahlenden "89" der Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990. Unter anderem riefen Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Tobias Hollitzer, Vorsitzender der Initiative "Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989" in ihren Grußworten zum aktiven Gedenken und bürgerschaftlichen Engagement auf.
Im Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landeskirchenamts Eisenach sind noch immer folgende Materialien kostenlos zu beziehen:
- Arbeitsheft A4, 72 Seiten
- Montagsgebeteheft A5, 76 Seiten + CD
Ihre Bestellungen nimmt Franziska Schreiber entgegen:
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In Erinnerung an das zweite Friedensgebet in Kamenz mit bereits 1.000 Teilnehmern am 30. Oktober 1989 plante die Stadt Kamenz, 20 Jahre danach mit einer Podiumsdiskussion an diesen Tag zu gedenken.