Hier befinden Sie sich auf der Projektseite „RevolutionundEinheit.de“ bzw. „FriedlicheRevolution.de“. Das Projekt wurde von März 2009 bis Oktober 2010 von der Kooperative Berlin mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA), der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF) durchgeführt und mit dem Einheitsjubiläum im Oktober 2010 vorerst beendet.
Der redaktionelle Betrieb ist momentan eingestellt, Sie können jedoch alle redaktionellen Beiträge (Texte, Audio- und Videobeiträge) weiterhin einsehen. Der Veranstaltungskalender und das Veranstaltungsarchiv (Archiv der Auseinandersetzung) werden nicht mehr aktualisiert.
Die Seite wird von nun an vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam technisch betreut. Bei Fragen zum Projekt, zur Weiterverwertung und -verbreitung von Inhalten, wenden Sie sich bitte wie gewohnt an info@kooperative-berlin.de.
Das Montagsradio geht als eigenständiges Projekt weiter unter: www.montagsradio.de.
Historische Rathäuser und Apotheken, alte Mühlen und vollständig erhaltene Grenzanlagen: Beim Tag des offenen Denkmals, der deutschlandweit am 12. September stattfindet, laden rund 7500 ungewöhnliche Orte zum Besuch ein.
Während der Jahre der Teilung war der Bahnhof Friedrichstraße zweierlei: als Grenzübergang ein besonderer Ort, dessen Sonderrolle auch damals jedem, der sich hier aufhielt, bewusst wurde, gleichzeitig aber auch als Bahnhof ein Ort des Alltäglichen, Banalen, des Normalen im Unnormalen.
Die Geschichte einer gescheiterten Flucht aus der DDR ist ein Ereignis, das tiefe Spuren im Leben der Flüchtenden und Angehörigen hinterlässt. Die Geschwister Michael Proksch und Dorothea Ebert haben ein Buch über diesen Teil ihrer Familiengeschichte geschrieben. Am 28. Juli haben sie es in der Gedenkstätte Berliner Mauer vorgestellt. Ein außergewöhnlicher Abend.
Sie schliefen in Zelten und auf Treppenstufen, harrten bei Regen und Kälte im Park der Botschaft aus und warteten wochenlang. Eines wollten sie unter keinen Umständen: zurück in die DDR. Der ehemalige Botschafter Hermmann Huber schildert die dramatischen Tage von Prag im September 1989.
"Der Osten wollte Westen werden." Auf diese Formel bringt Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, die Richtungsdebatte in Polen 1989. Wir sprechen mit ihm über den Umbruch in Polen, die Bedeutung einer polnischen Identität und die Rolle der katholischen Kirche in den 1980er Jahren.
"Der Osten wollte Westen werden." Auf diese Formel bringt Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, die Richtungsdebatte in Polen 1989. Wir sprechen mit ihm über den Umbruch in Polen, die Bedeutung einer polnischen Identität und die Rolle der katholischen Kirche in den 1980er Jahren.
China ist das Negativ der Friedlichen Revolution. Wochenlang hatten im April und Mai Millionen Menschen in China für Reformen und Freiheit demonstriert. In der Nacht zum 4. Juni kämpften sich Soldaten zum Platz des Himmlischen Friedens vor, schossen in die Menge und überrollten mit Panzern die Freiheitsbewegung - ein Verbrechen, das als "chinesische Lösung" auch auf den Herbst 1989 rückwirkte.
In unserer Reihe die "Europäische Dimension" heute eine Kritik des Trutkowski Buchs "Der Sturz der Diktatur" von Rainer Eckert. Im Zentrum stehen die Oppositionsaktivitäten in Polen und der DDR in den Jahren 1988 und 1989. Morgen folgen hier ein Interview mit dem heutigen polnischen Botschafter und früheren Solidarność-Mitglied Marek Prawda und weitere Besprechungen, wie beispielsweise György Dalos' sehr empfehlenswerte Darstellung "Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa".
"In unserem Staat ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört", stellen die Initiatoren des Neuen Forums in ihrem Gründungsaufruf fest. Am 10. September 1989 gründen sie in der DDR eine politische Vereinigung, die zu einem großen oppositionellen Ereignis in der Öffentlichkeit wird.
"Die Deutschen und ihre Mythen" heißt das letzte große Buch des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler. Im Interview mit dem Montagsradio erklärt er, warum der 9. November 1989 nicht als Gründungsmythos für die "Berliner Republik" geeignet ist.
Entsprechend dem diesjährigen Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ berichteten ehemalige politische Häftlinge von ihrem Weg in den „Stasi-Knast“. Den Besuchern bot sich die Gelegenheit, im direkten Gespräch zu erfahren, was für den Einzelnen der Transport ins Ungewisse bedeutete. Während der Fahrt in Gefangenentransportwagen oder einem mit Zellen versehenen Eisenbahnwaggon waren die Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt. Zusätzlich wurde das Tagesprogramm jede Stunde durch Führungen im Haus ergänzt und im Kinosaal werden verschiedene Dokumentarfilme gezeigt.
Oktober 1989 - das politische System der DDR gerät ins Wanken. Die Bevölkerung demonstriert auf den Straßen. Selbst hinter den Gefängnismauern revoltieren die Häftlinge. Sie fordern bessere Haftbedingungen und eine Überprüfung ihrer Urteile. Dafür treten sie sogar in Arbeits- und Hungerstreik. Es bilden sich Gefangenenräte und erstmals gelangen sogar Journalisten bei Pressekonferenzen in die bis dahin hermetisch abgeschirmten Haftanstalten.
Anlässlich des 60. Jahrestags der Ereignisse berichten die ehemaligen Häftlinge Harald Knaußt und Joachim Gringmuth über ihre Erinnerungen an den Aufstand im „Gelben Elend“. Als junge Männer 1946 bzw. 1948 unschuldig zu 25 Jahren Haft verurteilt, erlebten sie den Aufstand auf ganz unterschiedliche Weise mit. Erst Mitte der fünfziger Jahre kamen beide frei und flohen in den Westen.
Vortrag und Zeitzeugengespräch
Das Ministerium für Staatssicherheit wurde vor sechzig Jahren im Februar 1950 gegründet. Als „Schild und Schwert“ der Partei überwachte es alle Bereiche der DDR-Gesellschaft. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem riesigen Bespitzelungs- und Unterdrückungsapparat. Auch auf dem technischen Sektor rüstete die Stasi auf. Wanzen, Kameras und Tonbänder – möglichst immer auf dem neuesten Stand – gehörten zur geheimen Spitzelausstattung.
Detlev Vreisleben gab in seinem reich bebildertem Vortrag Einblick in diese technische Seite des Repressionsorgans MfS.
Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden? Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter erlebt. Heute lebt fast die Hälfte der ehemals politisch Verfolgten mit weniger als 1.000 Euro im Monat. Plogstedts Fazit: Die Armut ist eine Traumafolge.
Buchvorstellung und Podiumsgespräch in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Der von Stefan-Ludwig Hoffmann herausgegebene Band „Moralpolitik. Geschichte der Menschenrechte im 20. Jahrhundert“ verfolgt erstmals historisch, wie die Menschenrechte in den globalen Krisen und Konflikten des vergangenen Jahrhunderts diese Selbstverständlichkeit gewonnen haben.
In den Jahren 2007 und 2008 luden Bundespräsident Horst Köhler und Rainer Eppelmann von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zur Gesprächsreihe „Für Freiheit und Demokratie“ ein.