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Termine

Termine | 12.05.10 20:00 | Vortragsreihe

Wie kann und soll die Friedliche Revolution...

Sächsischen Staatsregierung, TU Dresden

... erinnert werden?

Ein Vortrag der Reihe: Revolution und demokratische Neugründung

An ihrem Ende stand die demokratische Neugründung des Freistaates Sachsen. Dazwischen liegt ein spannender Prozess der Selbstfindung und Selbstbegründung und die Auseinandersetzung um eine neue politische Ordnung.

Sachsen war nicht nur die „Wiege“ der Revolution und damit von wesentlicher Bedeutung für den gesamtdeutschen Einigungsprozess. Zugleich ist hier eine Neugründung des Landes Sachsen mit einem eigenständigen Verfassungsgebungsprozess erfolgt.

Referenten und Zeitzeugen aus Wissenschaft, Politik und Kirche beleuchten diese Prozesse um Revolution und Neugründung aus ganz verschiedenen Perspektiven.

Die Dreikönigskirche ist dabei jener Ort, an dem die ersten gewählten Abgeordneten Sachsens von Oktober 1990 bis Februar 1992 ihre Verfassungsberatungen abhielten. Am 27. Mai 1992 wurde dort die Sächsische Verfassung feierlich verkündet. Damit erhielt die Dreikönigskirche auch den Beinamen "Sächsische Paulskirche".

Vortrag: Michael Beleites

Geboren 1964 in Halle/Saale wuchs Michael Beleites in Trebnitz bei Zeitz auf. 1981 bis 1987 Berufsausbildung und Tätigkeit als Zoologischer Präparator am Naturkundemuseum in Gera, danach war er freiberuflich tätig. Ab 1982 engagierte M. Beleites sich in überregionalen Initiativen der kirchlichen Friedens- und Umweltbewegung. Er beschäftigte sich mit Recherchen zu den ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus der SDAG Wismut und publizierte hierzu 1988 "Pechblende - Der Uranbergbau in der DDR und seine Folgen". 1982 bis 1989 wurde er augrund seiner Aktivitäten durch die Stasi verfolgt (OV "Entomologe"). In der Wendezeit war er Mitglied des Geraer Bürgerkomitees zur Stasi-Auflösung, ab Februar 1990 Berater des Neuen Forum am Zentralen Runden Tisch in Berlin und im Juni 1990 Gründungsmitglied von Greenpeace DDR e.V.; M. Beleites setzte sich vehement für Öffnung der Stasi-Akten ein. Seit Dezember 2000 ist er Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Ort: Dreikönigskirche Dresden
Hauptstraße 23
01097 Dresden
www.89-90.sachsen.de

Termine | 24.06.10 19:00 | Diskusssion

20 Jahre Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

20 Jahre Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion – die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt aus diesem Anlass zu einem öffentlichen Podiumsgespräch ein. Vier Experten ziehen Bilanz. Sie haben die Umsetzung des Staatsvertrages, der im öffentlichen Bewusstsein vor allem mit der Einführung der D-Mark im Osten Deutschlands in Verbindung gebracht wird, in unterschiedlicher Funktion erlebt. Während der Veranstaltung diskutieren sie Verlauf, Ergebnisse und Perspektiven dieses fundamentalen Ereignisses des deutsch-deutschen Einigungsprozesses.

Podiumsgespräch mit:

Dr. Thilo Sarrazin
1990–1991 Leiter der Unterabteilung Treuhandanstalt (Rechts- und Fachaufsicht) im Bundesfinanzministerium, seit 2009 Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank.

Prof. Dr. Karl-Heinz-Paqué
Wirtschaftswissenschaftler, 2002-2006 Finanzminister Sachsen-Anhalts, seit 1996 Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft (Universität Magdeburg).

Dr. Ursula Weidenfeld
Wirtschaftsjournalistin (Der Tagesspiegel)

Rainer Thiele
Beiratsvorsitzender der Kathi Rainer Thiele GmbH, Halle/Saale. Das mittelständische Familienunternehmen wurde 1972 verstaatlicht, 1990 unter der Leitung Thieles erfolgreich reprivatisiert.

Moderation: Marie Sagenschneider (Abteilungsleitung »Aktuelle Kultur«, Deutschlandradio Kultur)

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur statt und wird als Radiomitschnitt am 30.6.2010 in der Zeit von 19.30-20.00 Uhr gesendet ("Zeitreisen" - "Zwischenbilanz voller Widersprüche - 20 Jahre Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion", in Berlin auf 89,6).

Kronenstraße 5
10117 Berlin
j.wuestenhagen@stiftung-aufarbeitung.de
www.stiftung-aufarbeitung.de

Termine | 12.10.10 19:00 | Lesung mit Musik

Frauenleben nach der Wende

Courage e. V. Halle/Saale
"Frauenleben nach der Wende" - Vortrag und Lesung von Frau Dr. Stolz

Lesung mit Musik und Zwischenmoderation von Courage e. V. Halle/Saale

Kreismuseum Schönebeck
Pfännerstr. 41
39218 Schönebeck (Elbe)

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Magazin und Medienmonitor

Termintipp | Halle/Saale, 02.02.10 | Redaktion

Bausoldatenbriefe 1988/89

Lesung über den Alltag eines Bausoldaten bei der NVA

"Aus religiösen und ähnlichen Gründen", hieß es ehemals in der DDR, könne man statt Wehrdienst einen waffenlosen Bausoldatendienst leisten. Jede weitere berufliche Fortentwicklung war nach einem Dienst als Bausoldat jedoch sehr erschwert. Viele junge Männer beugten sich deshalb dem Druck und stellten sich dem Dienst an der Waffe. Bis 1990 machten trotzdem ca. 15.000 Männer von der Möglichkeit des "Spatendienstes" Gebrauch. Während seiner Zeit als Bausoldat schreibt und erhält Sebastian Kranich Briefe. Im Sommer 2006 entsteht daraus ein Buch: "Erst auf Christus hören, dann auf die Genossen. Bausoldatenbriefe: Merseburg, Wolfen, Welzow 1988/89".

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