Kopf mit Charakter: Robert Havemann © Robert-Havemann-Gesellschaft
Am 11. März 2010 wäre Robert Havemann 100 Jahre alt geworden. Auf einer Abendveranstaltung am 11. März und einer ganztägigen Veranstaltung am 12. März feiern die Robert-Havemann-Gesellschaft und die Heinrich-Böll-Stiftung diesen Geburtstag. Sie beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte seiner Biographie und würdigt seine Bedeutung für die Oppositionsbewegung in der DDR. mehr
Das gab‘s noch nie, das kam nicht wieder: Am 18. März 1990 entschieden mehr als zwölf Millionen DDR-Bürger erst- und letztmals in freier, geheimer und gleicher Wahl über die Zusammensetzung der Volkskammer. Statt der "Kandidaten der Nationalen Front" und der bis dato üblichen Einheitslisten warben zwei Dutzend Parteien um die Gunst der Wähler. Zumindest im Hinblick auf die massive Wahlkampfhilfe aus der Bundesrepublik war die Volkskammerwahl zugleich die erste gesamtdeutsche Wahl. Die SPD, die lange als Favoritin gegolten hatte, verlor am Ende gegen die konservativen Befürworter einer schnellen Wiedervereinigung. mehr
Gerhard A. Ritter, einer der bekanntesten deutschen Sozialhistoriker, hat eine konzise Geschichte der Wiedervereinigung und ihrer Folgen vorgelegt. Der schnelle Anschluss der DDR sei notwendig gewesen, um das nur kurz geöffnete Zeitfenster für die Wiedervereinigung zu nutzen. mehr
Die vom Bundestag verabschiedete Erklärung zur „Unantastbarkeit“ der Oder-Neiße-Grenze leitete das Ende einer innen- und außenpolitische Debatte ein, in deren Folge die Frage etwaiger polnischer Reparationsforderungen, deutscher Minderheitenrechte und der existierenden Grenzziehung in eine gesetzliche Regelung gegossen werden sollte. Der nach zweistündiger Bundestagsdebatte wiederholte „Verzicht auf Gebietsansprüche jetzt und in Zukunft“ sollte nicht nur auf die europäischen Nachbarn beruhigend wirken, sondern ebenso die Wahlchancen des konservativen Wahlbündnis „Allianz für Deutschland“ gegenüber der favorisierten Ost-SPD erhöhen. mehr
Anlässlich des "Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden" widmet die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eine Gedenkveranstaltung dem Schicksal von Frauen, die wegen ihres Eintretens für demokratische Rechte und Freiheiten zu Opfern politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden. mehr
Geschichte im Spiegel biographischer Porträts prägt das Radioprogramm der kommenden Tage. Vermischte Ost-West-Biographien feiern ihre Jubiläen. Über ihre unterschiedlichen Wohnorte, Lebenswege und Lebenszeiten hinweg verband Rudi Dutschke (WDR 5), Günter Grass (WDR 2) und Robert Havemann (MDR FIGARO) eine oppositionelle Grundhaltung gegenüber der SED-Herrschaft. Diese Verbindung interessierte natürlich auch die Staatssicherheit. mehr
Ein Beispiel für die Paradoxien der Umbruchzeit von 1990 liefert die "Chronik der Wende", die der RBB am Sonntag ausstrahlt: Die Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe gefährdet Arbeitsplätze, entlastet aber auch die Umwelt und war damit ganz im Sinne der umweltpolitischen Ziele des eher kapitalismusskeptischen Bündnis 90. Vom Überleben einer musikalischen Institution berichtet ZDFneo: Die Band Silly traf auch ohne staatsoffiziell verpönte Anglizismen die Stimmungslage ihrer Fans. Mit ihrer poetisch-drastischen Sprache schuf sie sich eigene künstlerische Freiräume. mehr
Was die Tageszeitungen in den letzten beiden Wochen beschäftigte: das Wiederaufflammen der Stasidebatte in Brandenburg, der 70. Geburtstag Lothar de Maizières, der fast vergessene Unabhängige Frauenverband (UFV) der DDR, der wirtschaftliche Umbruch im ostdeutschen Braunkohletagebau... mehr
Die DDR-Wirtschaft galt als marode und ineffizient. Aus Sicht der Menschen in der DDR hatte ein Kombinat jedoch weit mehr Aufgaben, als nur wirtschaftlich profitabel zu sein, wie der Zeithistoriker Marcus Böick in einem Gespräch zur Lage der DDR-Wirtschaft 1990 anmerkt. mehr
Montagsdemonstrationen und Mauerfall sind fest im öffentlichen Bewusstsein verankert. Die "Abwicklung" der ostdeutschen Wirtschaft und die Arbeit der Treuhandanstalt sind hingegen seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend aus dem Blickfeld geraten. Dabei prägte der radikale Umbau der Ostwirtschaft den Wiedervereinigungsprozess entscheidend, und das zum Teil bis heute. mehr
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Wahl und Wahlkampf
Am 18. März 1990 entschieden Millionen DDR-Bürger erst- und letztmals in freier, geheimer und gleicher Wahl über die Zusammensetzung der Volkskammer. Statt der bis dato üblichen Einheitslisten warben zwei Dutzend Parteien um die Gunst der Wähler. Zumindest im Hinblick auf die massive Wahlkampfhilfe aus der Bundesrepublik war die Volkskammerwahl zugleich die erste gesamtdeutsche Wahl. Die SPD, die lange als Favoritin gegolten hatte, verlor am Ende gegen die konservativen Befürworter einer schnellen Währungsunion und Wiedervereinigung. mehr
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Der Vorhang geht auf
Natascha Wodin
Nachtgeschwister
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Die Friedliche Revolution
Ausstellungen im März:
"LEGALITÄT FÜR DIE OPPOSITION!"
Eine Ausstellung über die Suche nach der idealen Form politischer Partizipation im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Ausstellungshalle, Eröffnung: 13.03.2010, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin, www.berlin.de
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