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Planlos in die Marktwirtschaft?

Anfang 1990 begann der Aufbau marktwirtschaftlicher Strukturen in der DDR

Cottbus-Brikettfabrik im "Ruhestand"

Brikettfabrik im "Ruhestand" © BArch Bild 183-1990-0509-018, Weisflog

Die revolutionäre Umwälzung von 1989/90 betraf das ökonomische System der DDR ebenso wie das politische. Im Spätherbst 1989 war klar, dass die in Ineffizienz erstarrte Planwirtschaft ohne Zukunft war. Zugleich begann das wirtschaftliche Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten, vielfach noch ungesteuert, beflügelt durch die Initiative vieler Wagemutiger und einiger „Goldgräber“, die die Gelegenheit für ein gutes Geschäft gekommen sahen. Die Angleichung der DDR an die ökonomischen Strukturen der Bundesrepublik bereitete die staatliche Einheit vor. Alternative Vorstellungen zur Revolutionierung des ostdeutschen Wirtschaftssystems blieben auf der Strecke. mehr

Radiovorschau zum Thema Friedliche Revolution vom 5.2. bis 11.2.2010

Treuhand, 60 Jahre Berlinale und die Geschichte der Staatssicherheit

Radio

Diese Woche wird Radio wieder ein reichhaltiges Programm zur Wendezeit geboten. Aus Anlass des zwanzigjährigen Jubiläums der Treuhand sendet SWR2 am Freitag eine Diskussion zur heutigen Sicht auf den "Ausverkauf" der DDR nach der Wende. Das sechzigjährige Jubiläum der Berlinale wird zum Anlass für zwei Radiobeiträge genommen. Am Sonntag informiert NDR Kultur, am Donnerstag Kulturradio RBB über das bekannte, deutsche Filmfest, das schon während des Kalten Krieges Brücken für die Filmkunst in Ost wie West schuf. Am Montag beleuchten Bayern 2 und Bayern 2 plus die Geschichte des ostdeutschen Staatssicherheitsdienstes. Zu hören ist dort u.a. der Physiker und Oppositionelle Robert Havemann. mehr

TV-Vorschau zum Thema "Friedliche Revolution" vom 6.2. bis 11.2.

Deutsch-deutsche Hasen und Oststars im Westen

Fernseher

Am Montag zeigt Arte eine eher ungewöhnliche Dokumentation zum Mauerfall. Eine Hasenpopulation an und um die deutsch-deutsche Grenze ist Protagonist dieses Films. Ungestört konnte sie sich während des Kalten Krieges auf dem Todesstreifen entwickeln. Nun, nach der Revolution, muss auch sie sich auf ein neues Leben einstellen. "Oststars im Westen" werden am Dienstag von RBB beleuchtet. Zahlreiche Schlagersänger und Rockgruppen aus der DDR gastierten seit den 70ern auch auf der anderen Seite der Mauer. Der DDR bot sich hier die Möglichkeit, durch Deviseneinnahmen die Staatskasse aufzubessern. mehr

"Verdächtigungskultur" und "Abstiegsregionen"

Pressespiegel vom 25.01.10 bis 03.02.2010

Pressespiegel 25.01.10 – 03.02.2010

Die Presselandschaft der vergangenen Woche wurde vor allem von den Folgen der Wiedervereinigung bestimmt. Ein deutsches Zusammenwachsen war Thema zahlreicher Artikel. Das Spektrum reichte hierbei von einer „Verdächtigungskultur“ der Gesamtdeutschen Linken bis hin zu einer Bestandsanalyse der deutschen „Abstiegsregionen“. Nicht nur bei letzteren stellte sich die Frage : wächst zusammen, was zusammen gehört? mehr

Wann wächst zusammen, was zusammen gehört?

Erneute Runde im Streit um die Bewertung der DDR

Oh, wie schön ist...

Die Politologen Monika Deutz-Schroeder und Klaus Schroeder haben die wichtigsten Ergebnisse der kontrovers diskutierten Schülerbefragung und eine kommentierte Auswahl aus den über 4000 Zuschriften, Leserbriefen, Internet- und Zeitungsbeiträgen sowie teilweise wütenden Reaktionen zur Studie in ihrem neuen Buch "Oh, wie schön ist die DDR" zusammengefasst. mehr

Auf eine Zigarette mit...

...Harald Hauswald

Harald Hauswald

Der Fotograf Harald Hauswald beobachtete den DDR-Alltag durch das Objektiv seiner Kamera. Seine Bilder zeigen, was abseits der heilen Welt der Diktatur geschah: Einsame und Alte, Alkoholiker und zukunftslose Gegenwart - Bilder, die im offiziellen Kanon keinen Platzen fanden. Wir sprachen mit Harald Hauswald über die Fototechnik der Mielke-Männer, seine Stasiakte und 17 Millionen Einzelerinnerungen an die DDR. All das auf dem Gelände der ehemaligen MfS-Zentrale in Berlin. mehr

Bausoldatenbriefe 1988/89

Lesung über den Alltag eines Bausoldaten bei der NVA

NVA-Plakat

"Aus religiösen und ähnlichen Gründen", hieß es ehemals in der DDR, könne man statt Wehrdienst einen waffenlosen Bausoldatendienst leisten. Jede weitere berufliche Fortentwicklung war nach einem Dienst als Bausoldat jedoch sehr erschwert. Viele junge Männer beugten sich deshalb dem Druck und stellten sich dem Dienst an der Waffe. Bis 1990 machten trotzdem ca. 15.000 Männer von der Möglichkeit des "Spatendienstes" Gebrauch. Während seiner Zeit als Bausoldat schreibt und erhält Sebastian Kranich Briefe. Im Sommer 2006 entsteht daraus ein Buch: "Erst auf Christus hören, dann auf die Genossen. Bausoldatenbriefe: Merseburg, Wolfen, Welzow 1988/89". mehr

Das "Weiße Haus" von Ost-Berlin

Die erste Studie über die bundesdeutsche Ständige Vertretung wurde am historischen Ort vorgestellt

Die Ständige Vertretung

Am 28. Januar präsentierte die Journalistin Jaqueline Boysen in Kooperation mit dem Verlag Ch. Links und der Stiftung Aufarbeitung ihre Studie über die Arbeit der bundesdeutschen Ständigen Vertretung in der DDR – die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung zum "Weißen Haus" von Ost-Berlin. mehr

Flucht vor der Verantwortung

Die Verhaftung Erich Honeckers am 29. Januar 1990

© BArchiv Bild 83-1987-1023-036

Am 29. Januar wird Erich Honecker festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Die Verhaftung Anfang 1990 ist der Beginn eines zähen Ringens um den Strafprozess gegen den ehemaligen Staats- und Parteichef der DDR. Drei Jahre sollte sich die Verhandlung zwischen Exil, Auslieferung und Haft hinziehen. mehr

Einigkeit über die Einheit

Podiumsdiskussion im Springerhochhaus

Einheitsfeier © Bundesregierung 25445-9350

In der 18. Etage, hoch über Berlin, diskutierte eine illustre Herrenrunde am Abend des 27. Januar 2010 Fehldeutungen und Irrtümer der Friedlichen Revolution und deutschen Einheit. So recht wollte sich aber niemand mehr über den Hergang der Geschichte irren. Es herrschte große Einigkeit darüber, dass Deutschland seit dem 3. Oktober 1990 wieder vereinigt ist. mehr

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Thema der Woche

Die Besetzung der Stasi-Zentrale

100 000 Menschen gingen am 15. Januar 1990 nach Lichtenberg, um die letzte Bastion des alten Regimes zu stürmen. Die Revolution bekam noch einmal Schub. Mit der Besetzung der Stasi-Zentrale und der lokalen Dienststellen wurde nicht nur die Restauration der Stasi gestoppt. Mit dem ersten Einblick in die Maschinerie der Überwachung begannen die Mühen der Aufarbeitung. mehr

Highlights

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Der Vorhang geht auf

Natascha Wodin

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Ausstellungen im Februar:

 "Berlin 89/09" bis 15.2. in der Berlinischen Galerie

"Demokratie jetzt oder nie" im Haus der Demokratie, Lindenstr. 54/55, Potsdam

 

 

 

 

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